Triathlon-Profi Sebastian Neef hat das Triple perfekt gemacht. Der 30-jährige Regensburger hat am Sonntag die 32. Auflage des Sixtus ALPENTRIATLON Schliersee in eindrucksvoller Manier in 2:10:47 Stunden gewonnen und sich damit nach 2016 und 2018 zum dritten Mal den Sieg vor schönster oberbayerischer Kulisse gesichert.

In Abwesenheit von Niclas Bock, Sieger von 2017, feierte Neef einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg über die Olympische Distanz vor Thomas Tietz (Bad Mergentheim; 2:20:13 Stunden) und Andreas Lenz (Geiger Medius Bike Base Team, 2:20:49 Stunden). Der Titel bei den Frauen ging nach einem spannenden Zweikampf an Lisa Marie Wilmsmann (Holzkirchen, 2:39:28 Stunden) vor Renate Forstner (Rosenheim, 2:40:05 Stunden). Die Siegerin von 2017 lag 37 Sekunden hinter Wilmsmann. Rang drei ging an Sonja Herzog (FZT Siebzehnrübl, 2:42:21 Stunden). 

Bild: Andi Frank

Angesichts der Härte der Strecke freute sich Triple-Sieger Sebastian Neef umso mehr über seinen Erfolg: „Letzte Woche war ich noch beim 24h Rennen in Kelheim, daher war ich selber überrascht, wie gut es doch lief. Es ist geil, dass man sich hier das Finish so hart erkämpfen muss, da muss jeder erst einmal durchkommen, ganz egal wie die Konkurrenz ist. Jeder der hier heute ins Ziel kommt, hat meinen höchsten Respekt“, so der Regensburger, der seine großen Vorzüge auf der Radstrecke hat und die mit einer Top-Zeit auch ausspielte. „Radfahren ist meine Lieblingsdisziplin und bei so einer Strecke pusht man sich da besonders gern“, erklärte Neef, der als Highlight für 2019 die XTERRA-WM auf Maui geplant hat. 

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Für Lisa Marie Wilmsmann kam der Sieg in der Frauenkonkurrenz schon überraschender. „Ich komme aus Holzkirchen, wohne aber seit kurzer Zeit im Allgäu. Hier beim Sixtus Alpentriathlon Schliersee zu gewinnen, war schon immer mein Traum“, freute sich Wilmsmann über ihren Sieg. Vor schönster oberbayerischer Alpenkulisse und sehr wechselhaften Witterungsbedingungen waren 355 Einzelstarter und 46 Staffeln an den Start gegangen. Angesichts der Kürze der Vorbereitungszeit und der drohenden Absage im Vorfeld eine durchaus beachtliche Resonanz. Vor Ort auch dabei Sixtus- Geschäftsführerin Petra Reindl: „Wir freuen uns, dass wir das Event nun zum 6. Mal unterstützen dürfen und mit PLAN B einen neuen Veranstalter gefunden haben.“ 

Bild: Andi Frank

Mit dem traditionellen Kanonenschuss im Kurpark Schliersee ging’s pünktlich um 12 Uhr los – die erste Welle der Schwimmer sprintete in den 21,3 Grad warmen Schliersee. Angenehm warm angesichts des ungemütlichen Wetters im oberbayrischen Alpenvorland. Eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg war relativ schnell gefallen. Sebastian Neef, amtierender Deutscher Vizemeister, ging zügig zur Sache, übernahm die Führung und absolvierte das Schwimmen über 1,5 Kilometer im Schliersee in 21:38 Minuten. Relativ knapp dahinter hielten der Münchner Olaf Seidel (22:08 Minuten) und Uwe Linner (Bad Endof, 22:14 Minuten) zumindest noch Sichtkontakt zu Neef. 

Bild: Andi Frank

Was sich auf der Radstrecke allerdings schnell ändern sollte. Beflügelt vom besser werdenden Wetter jagte Neef in Bestzeit über die 40 Kilometer lange und mit 853 Höhenmeter ambitionierte Radstrecke vom Schliersee hinauf zum Spitzingsattel. Nach 1:16:22 Stunden blieben die Stoppuhren stehen, als Neef vom Rad in die Laufschuhe wechselte und auf die 10 Kilometer-Distanz ins Valepp und rund um den Spitzingsee ging. Schon zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung auf Alexander Saul 8:06 Minuten. Während an der Spitze Neef leicht und locker die Laufdistanz absolvierte und nach 2:10:47 Stunden die Ziellinie am Spitzingsee überquerte, wechselten hinter ihm die Positionen im Minutentakt. Dank einer starken Laufleistung wurde Thomas Tietz (Tria TV Bad Mergentheim) in 2:20:13 Stunden Zweiter, knapp vor Andreas Lenz (Geier Medius Bike Base Team) in 2:20:49 Stunden. Der legte eine interessante Performance hin. Auf Rang 119 hatte Lenz das Schwimmen beendet, kämpfte sich dann aber mit 1:09:50 und 0:39:39 jeweils Topzeiten auf dem Rad und auf der Laufstrecke hin. Der lange auf Platz zwei liegende Alexander Saul musste sich in 2:24:29 Stunden mit Platz vier begnügen. 

Bild: Andi Frank

Bei den Frauen entwickelte sich ein spannender Kampf um die Podest-Plätze. Die erfahrene Langstrecklerin Lisa Marie Wilmsmann zeigte dabei die konstantesten Leistungen und siegte in 2:39:28 Stunden. Am Ende wurde es aber dennoch knapp. Renate Forstner, die Siegerin von 2017, holte dank einer guten Laufleistung (0:44:17 Stunden) mächtig auf und kam bis auf 37 Sekunden an Wilmsmann heran. Nur wenige Sekunden trennten die Plätze 3 und 4. Sonja Herzog (FTZ Siebzehnrübl) kam in 2:42:21 Stunden aufs Treppchen, Daniela Kleiser (Grünwald Triathlon) wurde nach einer starken Laufleistung in 2:42:47 Stunden Vierte vor der ebenfalls stark laufenden Silvia Felt (Salomon) in 2:43:05 Stunden. 

Bild: Andi Frank

Bei den Staffeln setzte sich das Team Hypoxicum Tegernsee mit Anna Obieglo, Moritz Schaffner und Frédéric Gabry in 2:07:14 Stunden als schnellste Staffel durch. Bei den Landkreismeisterschaften des Landkreises Miesbach kam es zum erwarteten hochklassigen Zweikampf zwischen Vorjahressieger Simon Schachenmeier und Andreas Lenz, beide vom Geiger Medius Bike Base Team. In diesem Jahr hatte allerdings Lenz die bessere Form. Der Dritte der Gesamtwertung setzte sich in 2:20:49 Stunden vor Schachenmeier in 2:24:29 Stunden und Fabian Datzer (SC Rottach Egern) in 2:30:17 Stunden durch. Innerhalb der Radstrecke gab’s zudem noch eine Sonderwertung, der Bergpreis hinauf zum Spitzingsattel. Die Bergwertung gewann der Gesamtdritte Andreas Lenz (14:08,3 Minuten) hauchdünn vor Sebastian Neef (14:09,6 Minuten). Der 32. Sixtus ALPENTRIATHLON Schliersee verlief trotz der Wetterkapriolen komplett unfallfrei und von den 493 Starterinnen und Startern erreichten insgesamt 485 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich das Finish. 

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