Während ich diese Zeilen in meinem Hotelzimmer schreibe und versuche, den letzten Tag der SALOMON 4 TRAILS Revue passieren zu lassen, liegt die schöne Finisher-Medaille neben meinem Laptop und ich frage mich, wer kommt nächstes Jahr eigentlich nicht wieder?

4 Tage ausgebrochen aus dem Alltag, laufen, essen, schlafen und im Ziel ein wenig feiern. Den Alltag hinter sich gelassen, den Körper über fast 100 Kilometer und 5.700 Höhenmeter gequält, auch mental immer wieder aufs Neue alles gegeben. Wunderbare Naturerlebnisse eingespeichert und tolle menschliche Begegnungen erlebt. Traumhafte 4 Tage liegen hinter uns, in denen der Alltag ganz weit weg war.

Die letzte Etappe beflügelt / Foto: Team Alpenbummler

In Nassereith zur letzten Etappe aufgebrochen, die Kälte des Morgens aus den Gliedern gelaufen, dem Regen über einen wunderbaren Trail durch einen traumhaften, aber nebelverhangenen Wald getrotzt, die Beine schwer wie Blei, die Muskeln müde und Bänder und Sehnen überstrapaziert. Aber es ist die letzte Etappe und da beißt man sich doch um jeden Preis durch. Eben nicht um jeden Preis, denn eine Teilnehmerin erzählt mir im Ziel, dass sie aufgegeben hat. Das Rennen freiwillig beendet, weil es ihr nicht gut ging. Da ziehe ich meinen Hut und zolle höchsten Respekt. Heute Abend wird sie bei der Finisherparty mit uns feiern, auch ohne Medaille und T-Shirt gehört sie zur SALOMON 4 TRAILS Familie.

Gestern Pasta Party in Nassereith, heute Finisherparty in Imst / Foto: Harald Bajohr

Viele Geschichten ließen die Schmerzen und die Mühen für einen kurzen Moment vergessen, Begegnungen, die Kraft geben für die nächsten Meter, bis wir heute den höchsten Punkt der Strecke erreichen. Durch Matsch und über glitschige Wurzeln und Steine hinab zur 2. Verpflegung. Der Weg will heute nicht enden und jeder läuft in seinem Tempo dem Ziel entgegen. Man läuft dem anderen weg oder bleibt hinten dran, um bei nächster Gelegenheit wieder zusammen zu finden. Wieder diese wunderbaren Pfade, die Konzentration erfordern und auch deswegen uns in eine andere Welt hineinkatapultieren bis endlich die letzten Kilometer angekündigt sind. Dann hinunter nach Imst im Freudentaumel, die eine oder andere Träne ist auch dabei. Wir haben perfekte Tage erlebt – von Sonnenschein, der uns heute ein grandioses Finish in Imst bescherte, bis zu Dauerregen, grauen Wolken und Berge im Nebel. 

Im Ziel gratulieren wir uns gegenseitig, bisher einander fremde Menschen liegen sich in den Armen und kaum einer, der nicht nächstes Jahr wiederkommen möchte. Es ist ein Privileg, diese Tage erlebt haben zu dürfen und ich bin dankbar für jeden Moment und jede Begegnung, die mir die SALOMON  4 TRAILS bescherten. Jetzt steht sie noch aus, die große Finisherparty, die ein großes Fest geben wird, aber gleichzeitig auch Abschied bedeutet. Aber: Wir sehen uns auf den Trails, spätestens im nächsten Jahr bei der ersten Etappe der SALOMON 4 TRAILS, denn wer möchte nicht wiederkommen?

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