Der Terradora WP von Keen durfte auf unserem Outdoor-Abenteuer durch Panama gleich seine Stärken ausspielen; filigrane Optik die in der Stadt überzeugt, Passform und Dämpfung leisten off-road ganze Arbeit.

Wer, wie ich, kleine Füße hat kennt das Problem beim Schuhkauf. Ich benötige meistens Größe 35/35,5. Viele raten mir zu Kinderschuhen, aber diese sind dann doch nicht nach meinem Geschmack oder zu schmal. Für unsere dreiwöchige Panama-Reise benötigte ich auf jeden Fall Schuhe, die sowohl in der Stadt, als auch beim Wandern einen guten Job machen. Da kam mir der KEEN Terradora WP wie gerufen.

Was macht der Terradora WP für einen ersten Eindruck?

Ich habe den KEEN Terradora WP als Halbschuh in der Größe 35,5 und der Farbe Stormy Weather/Wrought Iron getestet. Der erste Eindruck des Wanderschuhs hat mich schon einmal überzeugt. Aufgrund seiner Strickoptik wirkt er eher wie ein Sneaker als ein outdoortauglicher Wanderschuh. Da der Schuh relativ schmal geschnitten ist, punktet er mit einer filigranen Optik und durch die Farbgebung modisch. Schon alleine aufgrund seines  Looks scheint der Schuh als Freizeitschuh alltagstauglich und super bei Städtetrips. Zudem ist er mit seinen 320g sehr leicht. Perfekt also für mein Panama-Abenteuer.

Das Außenmaterial des Terradora besteht aus leichtem, atmungsaktivem Mesh- und Synthetikgewebe. Für eine hohe Traktion sorgt die abriebfeste Gummi-Außensohle. Der Sohlenübergang ist mit der KEEN.DRY™-Membran ausgestattet und somit wasserfest. Das Dual-Density-Fußbett besteht aus PU-Schaum und ist herausnehmbar. So kann man es auch einfach mal waschen, denn das Material trocknet schnell, so dass man nicht lange auf den Schuh verzichten muss. Zudem sorgt die Cleansport NXT für eine natürliche Geruchskontrolle, was sich vor allem bei ausgedehnten Wanderungen bei hohen Temperaturen auszeichnet. Vor allem dann, wenn man nicht alleine unterwegs ist und seine Mitmenschen unangenehmen Geruchsbelästigungen beim Camping im Zelt oder Mehrbettzimmern aussetzen möchte.

Hält er, was er verspricht?

23:30 Uhr, Terradora an, Rucksack auf dem Rücken und auf zum Freiburger Hauptbahnhof. Eine lange Reise steht bevor mit Zugfahrt und Flug inkl. einem Zwischenstop. Perfekt als ersten Einsatz und Test für den Wanderschuh. Da der Terradora sehr leicht ist, hatte ich bei der Hin- und Rückreise keinerlei Probleme, weder beim langen Sitzen im Flugzeug, noch beim Wechsel zwischen den Flügen. Seine Bequemlichkeit bewies der Teradora schon bei der langen Reise!

Im Dschungel, bei leichteren Wanderungen mit überwiegend Wald- und Schotterwegen machte sich der Terradora sehr gut. Der Schuh saß von Anfang an sehr bequem. Dank der hauseigenen Membran “KEEN-Dry” hatte überzeugte er mit einem super Grip trotz nassen Außenschuhs. Absolut begeistert war ich auch, dass ich keine Blasen bekommen habe. Gerade bei neuen Schuhen ist das für viele ein bekanntes und leidiges Thema.

Bild: Samira Rieflin

Den absoluten Härtetest, sowohl für die Wanderschuhe, als auch für mich persönlich, war die Besteigung des Vulkan Barú. 2000 Höhenmeter und 13km bergauf und das Ganze schließlich wieder zurück. Noch nie hatte ich eine solche Wanderung gemacht. Ich war also sehr gespannt, ob das für mich und den Schuh machbar ist. Los ging es um 23:45 Uhr, ausgerüstet mit Stirnlampe, einem Rucksack voll mit Verpflegung und natürlich dem Terradora. Wir wollten zum Sonnenaufgang auf dem Vulkan sein und hatten somit 6 Stunden Zeit für den Aufstieg. Der Schotterweg war sehr steinig und steil. Einige felsige Abschnitte mussten wir auch überwinden. Es war auf jeden Fall ein sehr harter Aufstieg. Jedoch eher für mich, als für den Wanderschuh.

Bild: Samira Rieflin

Der Tragekomfort war dank des guten Fußbettes sowie der Polsterung an Ferse sehr angenehm, auch über den langen Zeitraum. Die Dämpfung angenehm und ein großer Pluspunkt war die abriebfeste Gummi-Sohle. Das ausgeprägte Profil verrichtete hier ganze Arbeit. Bergauf und in seitlichen Bewegungen an Felsen war der Grip super. Nur bergab, hat man bei extrem schlottrigem Untergrund etwas den Halt verloren. Ob das jetzt am Schuh oder am Untergrund lag, ist allerdings schwer zu sagen. Auch bergab überzeugten die angenehmen Dämpfungseigenschaften.

Somit hat der Terradora auch diesen Test bestens bestanden. Er saß die ganze Wanderungen fest am Fuß ohne zu Reiben oder Blasenbildung. Und oben angekommen hatten sich alle Anstrengungen auf jeden Fall mehr als gelohnt!

Fazit:

Der Terradora Waterproof von KEEN sitzt sehr gut und ist äußerst bequem, vielseitig und robust. Die Sohle hat einen optimalen Grip und eine tolle Dämpfung. Sowohl bei kleineren, einfachen Wanderugen, als auch auf längeren, felsigen Touren hält der Terradora, was er verspricht. Besonders gefällt mir der modische und unauffällige Look, wodurch er auch im Alltag und auf Reisen ein toller Begleiter ist.

Bild: Ivo Rundel

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