Im Härtetest: Aqua Sphere Racer Women

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Das Wetter hierzulande machte es nicht leicht, das 2016er Upgrade des Aqua Sphere Racer Women unter triathlongemäßen Bedingungen zu testen. Schließlich schaffte er doch den Sprung ins kühle, sehr kühle Nass.

Einleitung:
Das fast durchweg schlechte Wetter macht auch den Test des Neoprenanzuges Aqua Sphere Racer Woman insofern schwer, als die Seen im nahen Umkreis ihre Pforten später öffneten, da das Wasser schlicht und ergreifend zu kalt war. Zumindest für all diejenigen die ohne Neopren in’s Wasser steigen. Im Schwimmbad sollte der Aqua Sphere Racer Woman nicht zum Einsatz kommen, denn Chlor ist selbst bei hochwertigem Material sicher nicht pflegend. Zudem gilt als Triathletin das Schwimmen im Freiwasser immer als ein Saison- und Trainings-Höhepunkt. Das 2016er Upgrade des Aqua Aphere Racer sollte gemäß seiner Bestimmung getestet werden, als Testgelände diente am Ende ausschließlich der See, bei zumindest halbwegs erträglichen Temperaturen.

Der Test:
Endlich ist es soweit und der Aqua Sphere Racer Woman wird zu Wasser gelassen. Was Material anbetrifft sind Triathleten bekannt dafür, dass sie besonders genau hinschauen und zudem bereit sind, auch viel Geld dafür liegen zu lassen. Marke nach Marke drängt auf den Markt, um auch ein Stück des Materialschlacht-Kuchens abzubekommen. Dies gilt besonders für Fahrräder und Neoprenanzüge.

Schwimmen das ist die erste und für viele Dreikämpfer gleichzeitig eine ungeliebte Disziplin. Gut also, wenn man sich im Outfit wohl fühlt, denn so beginnt der Triathlon motivierend. Die Marke Aqua Sphere wurde bereits 1997 in Italien gegründet und ist mittlerweile Teil der amerikanischen Aqualung Gruppe und damit ganz sicher kein Neuling unter den Neoprenanzügen. An der Neuauflage des Aqua Sphere Racer haben die Italiener ganz schön gefeilt, denn er bietet alles, was man sich von einem neuen Neoprenanzug wünscht. Schon das Anziehen geht dank des sehr dehnbaren Materials schnell vonstatten und steckt der Körper einmal im Anzug, fühlt sich der Racer gut auf der Haut an. Damen mit langen Beinen haben allerdings leider ein bekanntes Problem, nämlich, dass der Neoprenanzug nur bis Mitte Wade geht bei passend gewählter Größe. Schade, denn ansonsten sitzt der Aqua Sphere Racer weich und anschmiegsam, ohne einzuengen. Die sprichwörtliche zweite Haut.

Einmal in’s kühle Nass getaucht, bestätigt der Aqua Sphere Racer dieses Gefühl und das Schwimmen ist ein echtes Vergnügen. Der Kragenabschluss aus Aqua-Flex verhindert den leidigen Wassereintritt, und Scheuern und Einschnüren am Hals sind Fehlanzeige, auch bei langem Schwimmen.

Die Kombination von Flexibilität und Auftrieb ist spürbar und dies sehr deutlich. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen und besonders nicht so gute Schwimmer kommen voll auf ihre Kosten. Die Bio-Stretch-Zonen und die super Stretch Ärmel, jeweils aus 2 mm Material gearbeitet, lassen den Neoprenanzug fast in Vergessenheit geraten, so frei bewegt man sich durch’s Wasser. Die Zonen sind strategisch platziert, nämlich unter den Armen und am unteren Rücken.

Gerade unter den Armen ist die Flexibilität so immens wichtig, denn ist dieses nicht gegeben, ermüden die Arme leider schnell. Mit dem Aqua Sphere Racer von 2016 pflügt Frau durch’s Wasser und erfreut sich zudem noch maximalem Auftrieb – auch wieder ein wichtiger Punkt für die nicht so flotten Schwimmer. Die gute Wasserlage verdankt man dem 5 mm Aqua Drive, welches den kompletten Rumpf bedeckt und dem 4 mm Aqua Drive Einsatz am unteren Rücken, welcher für geringen Wasserwiderstand und eine stromlinienförmige Körperhaltung sorgt. Wie Fisch im Wasser eben. Allerdings auch ein Fisch, der warmgehalten wird.

Da die Badeseen dieses Jahr ganz sicher keine Rekordtemperaturen erreichen, sondern eher Anlass zum Frösteln geben, fühlt man sich durch die Thermo-Guard-Technologie an Brust, Schultern und Rücken auch bei längeren Schwimmeinheiten gut gewärmt. Einen Vorteil muss der kühle Sommer ja haben, nämlich den, dass der Aqua Sphere Racer oft zum Einsatz kommt und alle Vorteile desselben immer wieder ausgekostet werden können. Ohne Neopren ist längeres Schwimmen im See fast unmöglich und nur für die ganz Hartgesottenen oder für die, die es sehr kühl lieben, ein Vergnügen. Unser Test des Racers war jedenfalls ein Vergnügen. Und was schon für das Anziehen des Anzugs gilt, wurde beim Ausziehen noch getoppt. Selten war das Ausziehen so schnell, unkompliziert und mit so wenig Gezerre und Kraftaufwand möglich. Das gesamte Neoprenmaterial ist superelastisch und die Quick-Release-Einsätze an den Knöcheln machen gerade den Ausstieg zum Kinderspiel. Der Reißverschluss am Rücken ist lang und lässt sich komfortabel öffnen. Der Racer bietet nicht nur ein ausgewogenes Verhältnis von Schutz, Wasserlage und maximaler Flexibilität, er ist ein Garant für schnelle Wechselzeiten beim Triathlon.

Fazit:
Mit dem Aqua Sphere Racer Women 2016 ist Frau absolut komfortabel und schnell im Wasser unterwegs und schwimmt ganz sicher schneller und lieber. Aber auch zu Land, nämlich beim An- und Ausziehen machte der Aqua Sphere Racer eine gute Figur. Selbstverständlich gibt es den Aqua Sphere Racer 2016 auch als Herrenmodell. Auf jeden Fall ist das Modell Racer von 2016 nah dran am Topmodell von Aqua Sphere, dem Phantom und somit auch in Sachen Preis eine klasse Alternative für ambitionierte als auch Hobby-Triathleten, die einen zuverlässigen und flexiblen Neo benötigen.

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Überblick der Rezensionen
Flexibilität
9
Passform
8
Tragekomfort
9
Preis-Leistungsverhältnis
8
Wechselzone
9
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