Frankfurt Marathon – die unendliche Geschichte

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Meine persönliche Geschichte mit dem Marathon in Frankfurt hat Tradition, eine ziemlich lange. Kein Stadtmarathon zieht mich so in den Bann wie der in der deutschen Bankenmetropole.

Bild: Harald Bajohr

Ob das nun daran liegt, dass ich im Jahr 1998 dort meinen allerersten Marathon in’s Ziel brachte oder schlicht und ergreifend an der Streckenführung, der guten Organisation oder dem einfach rundum tollen Gesamtkonzept, das kann ich nicht objektiv beurteilen. Irgendetwas macht es mir fast unmöglich, nicht dort zu starten, Jahr um Jahr. Und wenn ich dann doch verhindert bin, dann fehlt mir etwas, es erscheint mir, als hätte das Läuferjahr kein versöhnliches Ende.

Klare Sache, dass ich genau nach 20 Jahren unbedingt wieder beim Frankfurt Marathon am Start stehen möchte. Zumal mein letzter Start schon eine Weile zurückliegt, genau gesagt im Jahr 2014. Verletzungspech und private Unwegsamkeiten machten es mir in den letzten Jahren einfach unmöglich, den Frankfurt Marathon in meinen sportlichen Terminkalender aufzunehmen. Acht Medaillen vom Frankfurt Marathon nenne ich bereits mein eigen, eine davon vom Staffelstart. Nun will ich meine Sammlung am 28. Oktober dieses Jahr erweitern. Im Jahr 2012 lief ich in Frankfurt meine persönliche Bestzeit über die Marathondistanz, aber wenn nicht dort, wo dann? Die Strecke ist schnell und gemacht für Streckenrekorde.

Bild: Harald Bajohr

Nach einer sportlich sehr verkorksten Saison mit viel gutem Training, wenigen Wettkämpfen und Pech bei denselbigen, soll der Frankfurt Marathon es jetzt richten, mir mein Sportlerlächeln wieder zurück in’s Gesicht zu zaubern. Das Training ist hart und läuft gut. Mein Trainer gibt sich alle Mühe. Sehr abwechslungsreich gestaltet es sich und es macht mir richtig viel Spaß – auch wenn es oft anstrengend ist und mich an meine Grenzen bringt. Aber auch das will trainiert sein und von nichts kommt nichts. Ich sollte bestens vorbereitet einen tollen Wettkampf in Frankfurt haben.

Ich freue mich, kann es kaum noch abwarten. Ich freue mich auf einen Bummel auf der Messe, bei dem ich sicher viele Bekannte und Gleichgesinnte treffen werde, ich freue mich auf die leckere Pasta, ich freue mich auf die freundlichen Gesichter und helfenden Hände an den Verpflegungsstellen und natürlich auf die Krönung: den Zieleinlauf auf dem roten Teppich in der Jahrhunderthalle. Umsäumt vom unermüdlichen Einsatz der Cheerleader fühlt man sich wahrhaft fast schon königlich, wenn man das Ziel erreicht. Ich kann und will auf dieses Gefühl nicht verzichten, es ist wie eine Sucht.

Wer also noch nie in Frankfurt am Start war, dem sei dies aus meiner Sicht sehr empfohlen. Immerhin handelt es sich beim Frankfurt Martathon um den ältesten Stadtmarathon Deutschland’s. Tradition gepaart mit immer wieder frischem Wind. Und wie der Wind werde ich hoffentlich auch am 28. Oktober durch die Häuserschluchten Frankfurt’s fegen. Eine neue Bestzeit liegt ausserhalb meiner Möglichkeiten, aber in meinem Kopf gibt es eine Wunschzielzeit. Und selbst wenn ich diese nicht erreichen werde, so werde ich sicher mit einem Lächeln die Ziellinie bei meiner 9. Teilnahme am Frankfurt Marathon überqueren und die Medaille meiner Sammlung hinzufügen.

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