Die Veranstalter der Eurobike richten ihr Flaggschiff neu aus und schaffen uneingeschränkten Zugang zur Eurobike und all ihren Submarken.

Die exklusive Bindung an ein Stand-Engagement in Friedrichshafen im bisherigen Sinn wird damit zukünftig aufgehoben. “Wir wollen Treiber der gesamten Branche sein. Dazu brechen wir auch mit Tabus im internationalen Messegeschäft”, kündigt Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann an. Die volle Umsetzung erfährt der Strukturwandel ab dem Jahr 2020.

Bislang waren industrieseitige Teilnahmen, beispielsweise bei den Eurobike Media Days, in der Demo Area auf der Messe oder aber am Eurobike Festival Day, zwingend an eine durchgehende Standpräsenz auf der Leitmesse am Bodensee gebunden. Künftig richtet die Messe Friedrichshafen die Leitmesse noch stärker auf die Transformation der Branche aus und schafft eine vielschichtige Plattformstrategie mit unterschiedlichsten Beteiligungs-Modellen für die Zukunft. Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger erklärt: “Die Fahrrad-Branche ist mitten in einem fundamentalen Veränderungsprozess. Die künftigen Herausforderungen und Chancen sind riesig und die Aktionsfelder divers. Als logische Konsequenz werden wir bestehende Barrieren aus dem Weg räumen. Unsere verschiedenen Events richten wir ganzjährig sehr viel stärker hinsichtlich unterschiedlichster Beteiligungs-Möglichkeiten der Akteure aus. Aus der ursprünglichen Eurobike hat sich in der Vergangenheit ein globales Kompetenzzentrum mit ganz unterschiedlichen Formaten, Nutzwerten und Realisierungszeitpunkten entwickelt. Dieser Dynamik werden wir in Zukunft noch stärker Rechnung tragen.”

Auch die Konzeption der Eurobike selbst wird neugestaltet. “Bei jeder Veranstaltung bestätigt sich aufs Neue, dass die Branche eine zentrale Leitmesse benötigt. Denn jeder, der in der Fahrradbranche sein Business betreibt, kommt zum Austausch an den Bodensee – als Aussteller oder als Fachbesucher. In Zukunft können sich Marken ganz offiziell und auch ohne aufwendige Standgestaltung in Friedrichshafen engagieren. Dazu schaffen wir neue analoge und digitale Gestaltungsmöglichkeiten, die mit unterschiedlichen Preismodellen möglich sind”, sagt Projektleiter Dirk Heidrich und verweist darauf, dass ein Großteil der Messekosten bislang in den Posten Standbau fließt. “Hier können sich große Entlastungen ergeben. Statt als reine Messedienstleister für Aussteller definieren wir uns künftig als Verkäufer von Business Solutions für multiple Kundenpartner.”

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