Unser Interview mit Sarah Lenz skizziert das nachhaltige Engagement von Bergzeit in seinen verschiedenen Facetten, das vom Unternehmen auch zukünftig in allen Bereichen weiter verfolgt werden wird.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt auch im Handel eine zunehmende Rolle. Als einer der führenden Online-Händler im Outdoor-Segment hat Bergzeit bereits verschiedenen Maßnahmen unternommen, mit denen sich das Unternehmen deutlich als verantwortungsbewusstes Unternehmen positioniert und auch Kunden auf besonders nachhaltige Produkte im Portfolio aufmerksam macht. 

Foto: Bergzeit

1.) Was bedeutet für Bergzeit Nachhaltigkeit und wie geht das Unternehmen als Online-Fachhändler dieses Thema an?
Nachhaltigkeit ist natürlich ein dehnbarer Begriff und heutzutage leider auch oft zu einer Floskel verkommen. Für uns bedeutet Nachhaltigkeit Achtsamkeit gegenüber Mensch und Natur und gliedert sich in zwei Bereiche: Auf der einen Seite wollen wir das Thema Nachhaltigkeit bei unseren Standorten umsetzen. So prüfen wir unsere unternehmensinternen Prozesse und versuchen Lösungen zu finden, um unseren Fußabdruck in diesem Bereich zu verringern. Wir sind beispielsweise seit 2018 zertifizierter Ökoprofit Betrieb und verwenden ausschließlich Ökostrom. Auf der anderen Seite sehen wir den Bereich der Angebotsphilosophie. Sprich, wie können wir das Angebot für unsere Kunden optimieren und nachhaltige Produkte besser kennzeichnen und auch weiter über das Thema informieren. 

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2.) Wie sensibilisiert Bergzeit seine Kunden für dieses Thema und mit welchen Maßnahmen werden besonders nachhaltige Produkte im Sortiment beworben?
Bei Bergzeit wollen wir das Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen für den Kunden deutlich wahrnehmbar machen und konnten einige Maßnahmen erfolgreich umsetzen: Im Shop werden beispielsweise Produkte, die aus ressourcenschonenden Materialien bestehen und/oder fairer Produktion stammen, transparent dargestellt. Im Magazin informieren wir über umweltrelevante Themen wie Mikroplastik, umweltfreundliche Materialien oder die Pflege der eigenen Outdoorausrüstung. Bei Bergzeit Erlebnis vermitteln wir unter anderem ein respekt- und rücksichtsvolles Verhalten in der Natur. Das alles wollen wir in Zukunft noch weiter vorantreiben. 

Als wichtige Informationsquelle für den interessierten Kunden gelten außerdem verschiedene Nachhaltigkeitssiegel. Wenn bei der Produktion der bei uns angebotenen Produkte Maßnahmen in Richtung Nachhaltigkeit, also Umweltverträglichkeit, faire Arbeitsbedingungen oder Tierwohl ergriffen werden, kommunizieren wir das offen, um dem Kunden, der auf solche Aspekte Wert legt, eine Entscheidungsgrundlage zu bieten und mehr Klarheit in den sogenannten Siegeldschungel zu bringen

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3.) Der Versand von Produkten – von der Verpackung bis hin zum Transport – erscheint alles andere als klimafreundlich. Wie wirkt Bergzeit diesem scheinbaren Widerspruch entgegen?
Themen wie (Einmal-)Versandverpackungen und CO2-Emissionen stellen uns mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit ganz klar vor Herausforderungen. Wir nehmen diese Aspekte, auch im Zuge der aktuellen Entwicklungen wie z.B. des neuen Verpackungsgesetzes und der kritischen Rückmeldungen vom Kunden, sehr ernst. Es bleibt eine recht komplexe Thematik, in der auch Experten über den tatsächlichen ökologischen Fußabdruck der verschiedenen Verpackungsmaterialien uneins sind. 

Letztendlich ist es ökologisch gesehen ebenso ein Desaster, wenn zum Beispiel das bestellte Produkt beschädigt den Kunden erreicht und entsorgt werden muss, nur weil man an Versandmaterial gespart hat. Und die Verpackungsproblematik fängt ja nicht erst bei uns als Händler an, sondern schon sehr viel früher in der Lieferkette. Das zeigt zum Beispiel die EOG-Arbeitsgruppe bestehend aus Industrie und Handel zum Thema Verpackung, der wir angehören. Nichtsdestotrotz ist es unser Anspruch, Schritt für Schritt die für uns beste Lösung für Umwelt, Kundenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit zu finden. So bestehen unsere Versandtüten beispielsweise aus 85% recyceltem Material und der Versand erfolgt weltweit klimaneutral in Zusammenarbeit mit der DHL und der Schweizer Post.

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4.) Ist es als Online-Fachhändler gegenüber dem stationären Handel einfacher oder schwieriger den sozialen und ökologischen Aspekt bestimmter Marken und Produkte dem Konsumenten gegenüber heraus zu heben?
Diesbezüglich haben unser Online-Shop sowie unser Magazin einige Vorteile: Dem Online-Kunden stehen auf einen Blick sehr viel mehr Informationen zu einem Produkt zur Verfügung. Dadurch ist es dort einfacher, die sozialen und ökologischen Aspekte bestimmter Marken und Produkte einzubauen. Auch dem Kunden, der bereits spezifisch nach einem „nachhaltigen“ Produkt sucht, bietet ein Online-Shop, in Kombination mit einem Magazin, eine umfangreiche Quelle an relevanten Informationen. Hinzu kommt, dass von unserer Seite aus die Informationen einfacher, ressourcenschonender sowie systematischer erfasst und dargestellt werden können. Im stationären Handel dagegen kann über die persönliche Beratung das ökologische Engagement einzelner Marken oder besonders nachhaltiger Produkte neben der Kennzeichnung mit verschiedenen Siegeln hervorgehoben werden und Kunden können persönlich für das Thema sensibilisiert werden.

5.) Mit welchen weiteren Maßnahmen positioniert sich Bergzeit als ein nachhaltiges Unternehmen?
Unternehmensintern wollen wir den Umweltmanagement-Ansatz konsequent weiterverfolgen. Durch die Teilnahme an der ÖKOPROFIT-Runde 2018 der Stadt München konnten wir bereits die Grundlagen für ein betriebliches Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement schaffen. Mit dem Umzug in unser neues Verwaltungsgebäude haben wir auf Standortseite viele Projekte umgesetzt. So sind zum Beispiel alle unsere Filialen sowie die Zentrale in Otterfing mit LED-Beleuchtung und, wo sinnvoll, mit intelligenter Präsenzsensorik ausgestattet. Außerdem werden unsere Standorte mit Ökostrom von Polarstern – sie tragen das strengste Ökostrom-Siegel in Deutschland – versorgt.

Wir blicken beim Thema Nachhaltigkeit weiterhin über die eigenen Unternehmenswände hinaus. So ist uns beispielsweise das Engagement in der Region ein wichtiges Anliegen. Als Veranstalter der Initiative Klimafrühling Oberland haben wir diese Verantwortung zum ersten Mal nach außen getragen. Zudem liegt uns die Verankerung von ökonomisch, ökologisch und sozial ausgeglichenen Interessen in der Gesamtwirtschaft am Herzen. Deshalb sind wir im Ausschuss Unternehmensverantwortung der IHK München und Oberland vertreten. 

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