5 Fragen an Karen Williams, Head of Product bei Berghaus Limited

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Bis ein fertiges Produkt in den Handel kommt, hat es einen langen Lauf. 24 Monate, mitunter auch länger arbeiten viele Menschen in verschiedenen Teams an Innovationen wie Karen Williams, Head of Product bei der britischen Outdoormarke Berghaus Limited im Interview erläutert.

1.) Design, Funktion und Innovation sind Herausforderungen, denen du dich immer wieder neu stellen musst. Wie sieht deine ganz persönliche Ideenschmiede aus und ist das Design neuer Kollektionen eher Handwerkskunst oder eine kreative Herausforderung?Wir haben bei Berghaus ein großartiges Produktionsteam, das ständig forscht und neue Ideen, Materialien und Herstellungsverfahren entwickelt. So können wir unsere weltweit führenden Innovationen mit einem tollen Design kombinieren und begehrte sowie konsumentenorientierte Produkte entwickeln. Außerdem ermöglicht es uns, unsere Kreativität bei der Herstellung der Produkte einzusetzen.

2.) Wie viele Prozesse durchläuft ein neues Kollektionshighlight und wie viele Personen insgesamt sind daran beteiligt?Egal ob es sich um einen einfachen Baselayer oder eine komplexe Bergjacke handelt – in die Produktion sind immer viele Schritte und viele Menschen, die in verschiedensten Teams arbeiten, involviert. Alle unsere Produkte durchlaufen dieselben Schritte, angefangen von Forschung, Design, Entwicklung bis hin zu gründlichen Tests, bevor die Produktion beginnt.Neue Produkte haben – je nachdem – einen Vorlauf von ein oder zwei Jahren.

3.1) Wie lassen sich Trends so lange vorher festmachen?Berghaus nimmt an den Studien der Pentland Trend Group teil, die Trends untersucht und Prognosen für die nächsten 2 bis 3 Jahre stellt. Dadurch bekommen wir schon früh einen Ausblick in künftige Entwicklungen. Das hilft uns, vorherzusehen, wie sich Trends entwickeln können und welche für unsere Marke wichtig sind.

3.2) Wie schwierig ist es, den richtigen Mix zwischen neuen, auch modischen Trends und dem Image der Marke Berghaus miteinander zu vereinbaren?Unser Team erforscht kontinuierlich Outdoor-, Sportbekleidungs- und Modetrends, die von unserem Innovations-Team mit aufgenommen werden. Auf diese Weise bleiben wir unserer starken Markenidentität und unserem technischen Erbe treu, entwickeln aber gleichzeitig neue und aufregende Produkte, die den Vorstellungen der Konsumenten entsprechen.

3.3) Wie geht ihr mit den marktspezifischen Design-Anforderungen bzw. -Differenzen (Fokusmarktes UK gegenüber dem deutschen Markt) um?Wir nehmen uns viel Zeit für genaue Konsumenten- und Makrotrendstudien. Diese Einblicke beeinflussen unsere Designs und Kollektionen. Es gibt natürlich regionale Unterschiede, aber tatsächlich sind diese nicht so groß, wie man es erwarten würde. Außerdem sind unsere Produkte für die verschiedensten Umgebungen und Höhenlagen in der ganzen Welt entwickelt und designet.

4.) Wie wichtig sind die Innovationen von Zulieferern und wie lange dauert der Prozess, bis sich neue Funktionsstoffe in einem aktuellen Produkt wiederfinden und wie sieht konkret diese Zusammenarbeit aus? Geht der Vorlauf zwischen der kreativen Idee für ein neues Produkt Hand in Hand mit Innovationen seitens der Zulieferer von Funktionsstoffen?Wir bei Berghaus haben das Glück, dass wir das Weltklasse MtnHaus Innovations-Team haben, das an lang- und mittelfristigen Ideen für die Zukunft arbeitet. Unsere Innovationen haben einen Fokus: Dem Konsumenten einen Mehrwert zu bieten, der es ihm ermöglicht, noch mehr Spaß draußen und in den Bergen zu haben. Um diese Innovationen zu vermarkten, arbeiten wir eng mit unseren Hauptzulieferern zusammen. Jedes Produkt ist einzigartig, also ist der Weg auf den Markt unterschiedlich lange. Im Durchschnitt dauert es vom Konzept bis hin zur Kommerzialisierung zwischen 18 und 24 Monaten, oft aber auch viel länger.

5.) Worauf lag euer Fokus beim Design der Herbst/Winter 2017 Kollektion und was ist deiner Meinung nach DAS Highlight? Ausblick 2018: Wo geht es für Berghaus 2018 hin? Gibt es neue Styles mit besonderen Extras?Im Herbst/Winter 2017 war Isolation eine unsere zentralen Kategorien. Wir konzentrierten uns auf die Entwicklung von Kammern-Konstruktionen zur Verbesserung von Form und Passform der Jacken, die damit einen schmeichelhaften Look bekommen, ohne an Performance einzubüßen.Für den Frühling/Sommer 2018 konzentrieren wir uns wieder auf Leichtgewichtigkeit und Atmungsaktivität. Das Highlight: die weltweit atmungsaktivste 3-Lagen Gore Jacke, das GR20 Jacket für Herren.

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