Bei einigen Rennen habe ich sie in der Vergangenheit vermisst. Um so schöner, sie bei den SALOMON 4 TRAILS wieder zu entdecken – die Solidarität.

Vor uns liegen satte 700 Höhenmeter bei dem Aufstieg zum höchsten Punkt der heutigen Strecke – der Niederen Munde. Es geht in Serpentinen hinauf, zuerst über grüne Wege mit einigen Wurzeln bis es schließlich steiniger wird. Eine Mitläuferin steht abseits der Strecke und wirkt etwas mitgenommen. Die Nationalität ist auf der Start-Nr. hinterlegt, eine deutschsprachige Mitstreiterin, also spreche ich sie auch auf deutsch an.

Sie klagt über Schwindel und Kopfschmerzen, atmet schwer. Sie versichert mir zwar, dass alles okay ist, aber so richtig glauben will ich das nicht. Ein Teilnehmer, der vor mir läuft, kommt zurück und bietet ihr Salztabletten an. Wir ermutigen sie beide, möglichst viel zu trinken und nach einer kleinen Verschnaufpause setzt sie ihren Weg fort. Auch wenn das Event perfekt durchorganisiert ist, in den Bergen wittert immer Gefahr. Die Kraft kann schneller weichen als man es selbst glaubt und das Wetter ist ohnehin oftmals in den Bergen ein unkalkulierbarer Faktor. Gut also, dass in dem Feld, in dem ich mich bewege, Rücksicht und Solidarität ganz groß geschrieben werden.

Foto: Plan B

Luxus ist auch die Rundum-Versorgung, die den Teilnehmern geboten wird. Während die Physios alle Hände vor dem Start der heutigen Etappe von Leutasch nach Wildermieming über knappe 24 Kilometer, suche ich mir in der Eventhalle ein ruhiges Plätzchen und versuche noch etwas Entspannung zu tanken. Der Himmel schickt erste Regentropfen, um dann doch wieder dem Sonnenschein den Vortritt zu lassen. Die ersten 10 Kilometer geht es flott zur ersten Verpflegungsstelle – weitestgehend über gut laufbare Forstwege. Dann folgt der Anstieg zur Niederen Munde. Oben angekommen wäre man ganz schön blöd, das fantastische Panorama nicht zu genießen und so werden die Mobiltelefone gezückt und der Streckenposten ist als Fotograf heiß begehrt.

 

Der Abstieg hinunter zur zweiten Verpflegungsstelle ich anspruchsvoll und der einsetzende Regen macht nicht nur die ganze Sache nicht einfacher, sondern hüllt auch die Kulisse in ein trübes Grau. So sieht die Bergwelt eher bedrohlich aus. Ein wunderbarer Trail führt die letzten 5 Kilometer des Tages schließlich hinab ins Ziel. Man kann wirklich nicht sagen, dass der Regen die Stimmung verhagelt. Gute Laune bei allen, die das Ziel erreicht haben und auch in Sachen Zielverpflegung haben sich die Herrschaften wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Schließlich geht’s wieder Richtung Shuttle zu den Hotels, eine heiße Dusche, kurz die Füße hochlegen und weiter geht’s im Eventprogramm. Pasta Party in Nassereith – wieder mit dem Shuttle und dort wartet auf alle Besucher auch noch eine kleine Aufmerksamkeit des Tourismusverband Imst. Lange wird der Abend nicht, aber angesichts der angekündigten Gewitter für morgen will ich mir natürlich auch nicht das Streckenbriefing entgehen lassen. So langsam finden sich die Menschen zusammen, Trailrunning verbindet eben doch. Immer noch!

 

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