Katalonien – Trainingscamp-Alternative für Triathleten

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Katalonien mit seiner Landeshauptstadt Barcelona liegt im Nordosten Spaniens und ist sonst eher bekannt durch die Tourismushochburgen der 70er bis 90er Jahre wie Lloret de Mar, Blanes oder Calella als ein Trainingscamp Revier für Triathleten und Radsportler. Die Region hat jedoch noch viel mehr zu bieten.

Bereits seit ein paar Jahren finden in der Region um Calella einige Triathlonhalb- und Langdistanzen statt. Die Katalonien Rundfahrt gehört zum Standard-Rundfahrtenprogramm vieler großer Radteams, bei dem sich bekannte Rafprofis und Tour de France Teilnehmer messen. Doch was ist das Einzigartige an dieser Region, zu der sich mehr und mehr Triathleten, Trailrunner und Radsportler hingezogen fühlen? Katalonien ist sehr abwechslungsreich: Neben belebten Küstenabschnitten zwischen Barcelona und Lloret de Mar und den riesigen Hotelburgen gibt es auch traumhafte Abschnitte einer zerklüfteten Felsküste mit wenig Verkehr, zum Beispiel zwischen Tossa und Sant Feliu. Die Strasse schlängelt sich wellig an der Küste entlang. Man kann kaum genug bekommen von dem blauen Meer. Im Hinterland warten einsame Straßen und hügeliges Terrain. Die Gegend im Hinterland von Tossa de Mar erinnert mit den vielen grünen Wiesen und Wäldern an die Provence.

Im Hinterland von Calella liegt der Nationalpark von Montseny, dessen höchste Erhebung der 1709 m hohe Turo de l’home ist. Hier kommen vor allem Bergziegen und Kratzer auf Ihre Kosten. Die zum Teil sehr langen Aufstiege, die schon einmal 20 Kilometer am Stücke lang sein können und die rasanten Abfahrten erinnern eher an die Alpen oder die Pyrenäen und erfordern schon einiges an Kondition. In den zahlreichen kleinen Bars und Bäckereien kann man für kleines Geld die Speicher mit den heimischen Boccadillo (belegte Brötchen) oder allerlei verschiedenen süßen Teilchen wieder auffüllen. Die katalanische Küche hat einige Spezialitäten zu bieten, mit denen man sich unterwegs und vor allem nach den langen Ausfahrten bestens verwöhnen lassen kann. Im Gegensatz zu dem sehr touristischen Mallorca können begeisterte Sportler in Katalonien noch das ursprüngliche Spanien kennenlernen. Die Menschen sind sehr offen und gastfreundlich und es fällt auf, dass abends viele Spanier auch unter der Woche unterwegs sind. Das Leben findet eben draußen statt.

Und während auf Mallorca vor allem Deutsche, Dänen undNorweger auf dem Rad anzutreffen sind, spürt man hier die Radbegeisterung der Spanier. Hier trifft man oft auf dick eingepackte Spanier mit einemBuff bis über die Nasenspitze gezogen und das auch noch bei zweistelligen Temperaturen. Wer auf der Suche nach einer Alternative zu Mallorca oder den Kanaren ist, wird hier sicher fündig und das zu einem sehr viel günstigeren Preis. Für alle Triathleten gibt es neben flachen Laufstrecken auch anspruchsvollere Trailstrecken. Einziger Nachteil: Wer nicht in einem Hotel mit 25m/50m Pool unterkommt, kann in Calella nur morgens bis 13Uhr im öffentlichen Hallenbad schwimmen. Grundsätzlich sollten Interessierte schon ein paar Trainingskilometer in den Beinen haben, bevor sie nach Katalonien kommen, da das Terrain zum Teil sehr anspruchsvoll ist. Radanfänger sind hier weniger gut aufgehoben.

Wer jetzt trotzdem neugierig geworden ist und Katalonien als Rad- und Triathlon-Region kennenlernen möchte, kann ein entsprechendes Angebot zum Beispiel über Olebike buchen. Olebike kooperiert ausschließlich mit einem drei und vier Sterne Hotels in Calella und bietet geführte Radtouren in unterschiedlichen Geschwindigkeiten an. Mieträder gehören selbstverständlich mit zum Service.
Weitere Informationen unter olebike.com.

Text: Manuela Östreich

Bilder: Manuela Östreich und Olebike

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