Im Härtetest: GR20 Storm Jacket von Berghaus oder mit allen Wasser gewaschen

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Sie kommt etwas unscheinbar und unauffällig daher, doch in dem GR20 Storm Jacket steckt eine Menge mehr als sie auf den ersten Blick offenbart.

Maximaler Nässeschutz trifft auf maximale Atmungsaktivität, das GR20 Storm Jacket ist also gemacht für den aktiven Bergsportler und Trailrunner, die sich bei allen Wetterbedingungen in anspruchsvollem Terrain schnell fortbewegt. Eine ideale Jacke also für den multisportlichen Einsatz. 

Der Test:
Hinter dem etwas konservativ anmutenden Design des GR20 Storm Jacket steckt das Besondere in den Details. Mit dem Statement, eine noch nie dagewesene Atmungsaktivität zu erreichen, lehnt sich Berghaus ziemlich weit aus dem Fenster. Diese gewährleistet erstens die GORE-TEX Active Shell Membran, zweitens aber auch zahlreichen funktionelle Details, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind und den Feuchtigkeitstransport allerdings optimieren.

Eine spezielle Bodymapping-Konstruktion und Lüftungsschlitze ermöglichen einen maximalen Luftaustausch, ohne dass bei Schietwetter Regen in die Jacke eindringen kann. Auch wenn wir im Zuge des Tests kein Labor zu Rate gezogen haben, so ist unser subjektiver Eindruck, dass die Jacke gerade bei schweißtreibenden Aktivitäten eine ausgezeichnete Performance bietet. Bei langen Belastungen gelingt der Feuchtigkeitsaustausch so gut, dass man nie in seinem eigenen Wasser steht. In Sachen Feuchtigkeitsaustausch hat Berghaus also schon einmal nicht zuviel versprochen. 

 

Bezüglich der Passform waren wir im ersten Augenblick etwas enttäuscht. Wir hätten gerade bei einer Jacke, die für sportliche Extrembelastungen entwickelt ist, eine etwas schlankere Passform gewünscht. Der Vorteil allerdings ist, dass die Jacke eine große Bewegungsfreiheit ermöglicht. So ziemlich an allen Stellen, kann die Jacke auf den Körper angepasst werden. Die Bündchen an den Armen sind so geschnitten, dass bei kaltem Wetter auch die Hände geschützt werden können, die Rückenpartie ist länger gezogen, so dass gerade auch beim Tragen eines leichten Rucksacks und beim Laufen im holprigen Gelände, die Jacke nicht hochrutschen kann. Zudem erhöht sich dadurch der Einsatzbereich, denn das GR20 Storm Jacket kann auch locker bei anstrengenden MTB- oder Rennradtouren getragen werden. Gelungen auch die Haptik: Die Jacke kann einfach direkt über einem T-Shirt getragen werden, das Innenmaterial trägt sich selbst direkt auf der Haut angenehm.

In Sachen Packmaß und Gewicht setzt das Jacket keine unerreichten Maßstäbe, sondern bietet das, was man als Ausdauer- oder Bergsportler von einer solchen Jacke erwartet. Mit 277 Gramm laut Herstellerangaben fällt sie natürlich nicht weiter ins Gewicht und ist so komprimierbar, dass sie in jeden kleinen Rucksack oder selbst in der einen oder anderen großzügig geschnittenen Trikottasche Platz findet. Ein weiteres feines Detail ist die Konstruktion der Kapuze, die es erlaubt, diese nur mit einer Hand der jeweiligen Kopfform anzupassen. Gerade bei stürmischen Ausflügen und wechselnden Wind- bzw. Sturmbedingungen ein großer Vorteil.

 

Fazit:
Mit dem GR20 Storm Jacket hat Berghaus eine äußerst durchdachte Jacke im Angebot, die durch ihre zahlreichen technischen Finessen höchste Performance bietet. Mit einer Wassersäulen von 28.000 und der Atmungsaktivität ist sie wie gemacht für kompromisslose Bergsportler, die sich zu 100 Prozent auf ihr Material verlassen müssen.

 

 

 

 

 

 

Mehr über Berghaus Limited


Überblick der Rezensionen
Nässeschutz
10
Atmungsaktivität
9
Innovationen
9
Passorm
8
Design
8
Kombrimierbarkeit
8

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