Im Härtetest: AMEO Powerbreather

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Vorweg gesagt, der AMEO Powerbreather ist kein Trainingstool für’s Schwimmen, welches man eben mal so mitnimmt und einfach lospaddelt.

Wer die Vorteile des AMEO Powerbreather für sich nutzen will, der ist sehr gut damit beraten, sich Zeit zu nehmen und Geduld mit sich selbst zu haben, bevor das Training mit dem Gerät dann geschmeidig vonstatten geht. Wenn diese Phase allerdings erreicht ist, ist der AMEO Powerbreather ein guter Trainingsbegleiter, vor allem für lange Schwimmeinheiten.

Der Test:
Da ist er also, der AMEO Powerbreather. In einer ansprechenden Verpackung, mit einer Auswahl an Belüftungsrohren und Abdeckkappen kommt er daher. Übersichtlich, nicht zu viel und nicht zu wenig.  Vom Hersteller wurden wir darauf hingewiesen, dass man sich mit dem AMEO Powerbreather zunächst auf dem Trockenen beschäftigen sollte, damit er dann im Wasser auch richtig Freude bringt. So haben wir uns im Vorfeld auf der Website von AMEO schlau gemacht und Videos zur richtigen Benutzung geschaut. Wir sind also gut vorbereitet. Die beste Methode, gut auf den richtigen Einsatz des AMEO Powebreather vorbereitet zu sein, ist sicher den Fachhändler aufzusuchen.

Und so stecken wir nur noch die Belüftungsrohre an die beiden Seiten, befestigen den AMEO Powerbreather am Kopf und atmen mal an Land ruhig ein und aus. Das klappt schon mal sehr gut und wir wagen uns in’s Wasser. Hier geht es dann in langsamen Schritten voran. Wohlgemerkt, die Testperson gehört nicht zu den guten Schwimmern, ist aber sehr wohl erfahren im Wasser. Die ersten Tests sind im Schwimmbad und da werden 25 Meter schon mal sehr anstrengend. Atemtechnisch. Für den Rest des Körpers birgt der AMEO Powerbreather ein gewisses Erholungspotential. Dadurch, dass der Kopf ja zum Atmen nicht gedreht werden muss, liegt der Körper ruhig im Wasser und wenn man sich an das Atmen durch den Powerbreather gewöhnt hat, gleitet man dahin. Am liebsten lange Strecken, möglichst noch mit Flossen und Paddels, also voll ausgerüstet. Hier spielt der AMEO Powerbreather seine ganze Stärke aus.

Auch im See fanden wir ihn eine Bereicherung, bis auf die Tatsache, dass die Orientierung natürlich schwierig ist, wenn man den Kopf nur unter Wasser hat. Eine weiteres Problem stellten teilweise die seitlichen Belüftungsrohre dar. Im Vergleich zu anderen Schnorcheln, welche das Belüftungsrohr vorne am Kopf haben, ist zwar die Sicht unter Wasser nicht eingeschränkt, aber beim Kraulen blieb man doch das eine oder andere Mal mit den Armen an den Belüftungsrohren hängen. 

Was die Technik anbetrifft, ist der AMEO Powerbreather herkömmlichen Schnorcheln sicher insofern einen Schritt voraus, als  dass durch zwei komplett getrennte Kanäle ein- und ausgeatmet wird, also die Lungen immer mit frischer, sauerstoffreicher Luft versorgt werden. Zudem ist die Ventiltechnologie so, dass kein Wasser in das System gelangen kann. Ersteres konnten wir nicht testen, da wir unser Lungen nicht befragen können, wie es um die Luftqualität bestellt ist, die sie erreicht. Letzteres können wir bestätigen, es gab kein Verschlucken.

Fazit:
Der AMEO Powerbreather ist sicher hauptsächlich für ambitionierte Schwimmer und sehr lange Schwimmeinheiten ein gutes Trainingstool, welches aber auch seine Berechtigung zur Verbesserung der Wasserlage bei schlechteren Schwimmern findet. Insgesamt braucht man Geduld am Anfang und eventuell, je nach Schwimmstil, bekommt man Probleme mit den seitlichen Belüftungsrohren. Der Preis des AMEO Power Breather ist aber sicher der einzige Grund, warum er nicht im Sortiment eines jeden Schwimmers oder Triathleten zu finden ist.

Mehr über Powerbreather International GmbH


Überblick der Rezensionen
Tragekomfort
8
Trainingsnutzen
9
Design
7
Einsatzspektrum
7
Verarbeitung
9

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