Gelesen: Limit Skills von Michele Ufer

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Foto aus Limit Skills

Mir wird schon bei der Lektüre  von Limit Skills auf den ersten Seiten bewusst, dass ich über eine gute Grenzkompetenz verfüge.

Auch wenn sich meine Laufabenteuer und die damit verbundenen Grenzerfahrungen in keiner Weise mit den „Limit Skills“ Gästen vergleichen lassen – ich bewege mich vergleichsweise auf sicherem Terrain – manches kommt mir dennoch bekannt vor.

Foto aus Limit Skills

Auch wenn ich weder durch grönländisches Eis gepaddelt bin, noch den Weltrekord im 24h Lauf halte, steile Felswänden ohne Sicherung geklettert bin, in einer Nussschale von der Nordbretagne in die Karibik gesegelt bin, noch niemals auf Skiern gestanden habe und auch nicht als Komödiant die Kleinkunstbühnen der Welt erobert habe, auch mich treibt die Motivation an, das Leben in vollen Zügen außerhalb der Komfortzone zu genießen und dabei sowohl physiologische als auch emotionale Grenzerfahrungen zu machen. Meine Risikobereitschaft ist verhalten und gering, aber der Durst nach Leben, nach Grenzerfahrungen in der Natur groß.

Und so zähle ich zu den Kandidaten, die Michele Ufers Buch „Limit Skills“ von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen haben. Eben weil ich mich in den Geschichten der Ausnahmeathleten wiederfinde, Motivation für neue Abenteuer schöpfen kann und mit Michele Ufers wissenschaftlich fundierten Einwürfen zu der Kenntnis gekommen bin, zu den ganz normalen Menschen zu gehören, die ihrer Lebensgier eben nicht im sinnlosen Jagen auf der Autobahn oder im beruflichen Erfolg ohne Rücksicht auf Verluste in den Business-Zentren der Welt nachkommen. Ich zähle zu der menschlichen Spezies, die bescheiden und für sich ihre ganz persönlichen Grenzerfahrungen in Abwägung ihrer eigenen Risikobereitschaft außerhalb der alltäglichen Komfortzone suchen. Mal mehr, mal weniger, und das zeichnet meine ganz persönliche Grenzkompetenz aus.

Michele Ufer, Foto aus Limit Skills

All jenen interessierten und über die Grenzen des eigenen Ichs hinausdenkenden potentiellen Lesern möchte ich empfehlen, bevor sie den Klappentext des Buches lesen, einmal einen Blick auf die Fragen am Ende des Buches zu werfen. Sollte die Beschäftigung mit diesen schon länger als ein paar Sekunden andauern und gedanklich erste Ansätze für Antworten formuliert werden, dann lohnt sich in jedem Fall die Investition von 24,90 Euro für das Buch. Es motiviert, es ist spannend zu lesen, man erfährt viel über die Limit Skills Gäste und diesen ganz speziellen Abenteurergeist und nimmt vieles mit in den Alltag, der schon mit der Lektüre der ersten Seiten des Buches von Gedanken durchbrochen wird, wie man selbst demnächst seine Grenzen ausloten möchte. Dabei muss es nicht immer das ganz große Abenteuer sein, manchmal reicht auch schon ein 5 Kilometer-Lauf aus, um sich selbst neu zu definieren. Es hängt eben immer von den eigenen Möglichkeiten und der ganz persönlichen Komfortzone und seinen bisherigen Grenzen ab.

Foto aus Limit Skills

Limit Skills ist eine Bereicherung im Wirrwarr der mentalen Coachings und Motivationsmuster, weil es genau diese Muster entlarvt, zum Teil ad absurdum führt, bei allen Stärken der Grenzgänger auch Schwächen aufzeigt und genau deswegen eine so gehörige Portion Motivation transportiert. Danke Michele Ufer für dieses ehrliche Buch – neue Ziele sind schon in Planung, selbstverständlich im Rahmen meiner ganz persönlichen Grenzen. Hier geht es zum Limit Skills Blog.

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