Favoritensiege, Traumkulisse und Gänsehaut-Stimmung beim Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen

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Grandiose Stimmung und ausgezeichnete Organisation, davon konnten sich 1.500 Athleten beim Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen persönlich überzeugen.

Patrick Lange machte auf seiner road to Kona Zwischenstopp im Ostseebad Binz und holte sich unangefochten den Sieg in der Herrenkonkurrenz, bei den Damen trumpfte Anja Beranek mit einer starke Leistung auf und zeigte mit ihrem Sieg, dass sie bestens für die Weltmeisterschaften auf Hawaii im Oktober gerüstet ist.

Auf Regen folgt Sonnenschein

Warm klatschen konnten sich die Zuschauer und Triathlon-Fans schon einmal beim Bundesliga-Finale der DTU als „Rahmenprogramm” des Strandräuber IRONMAN 70.3, das am Samstag, 9. September ausgetragen wurde. Mäßige Temperaturen und schauerartige Regenfälle und viel Wind ließen selbst die hartgesottensten Fans an der Strecke schnell in einem der zahlreichen überdachten Cafés oder Bistros im Binzer Zentrum Unterschlupf suchen, während die Bundesliga-Mannschaften mit Höchstgeschwindigkeit die Innenstadt von Binz schon einmal auf einen fantastischen IRONMAN 70.3 Sonntag vorbereiten sollten.

Denn wieder einmal zeigte sich der Wettergott am Ende dieses Triathlon Wochenendes gnädig und bescherte den Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen Teilnehmern am Sonntag ein fantastisches Rennwetter. Offensichtlich hegt IRONMAN European Manager Björn Steinmetz einen außerordentlich guten Draht zum Himmel, der sich bereits am frühen Vormittag im satten Blau zeigte und die Sonne zum Strahlen brachte.

Kühle Luft, kaltes Wasser – Schwimmstart für die Profi-Damen

Teilnehmerrekord beim schönsten IRONMAN 70.3

Das von der Athleten im Jahr 2016 zum schönsten aller IRONMAN 70.3 gewählte Rennen zeigte sich in diesem Jahr allerdings nicht nur wiederum wettertechnisch von seiner besten Seite. 1.500 Athleten bescherten der Ostseeinsel Rügen ein außergewöhnliches Triathlonfest. Vom Start am Ostseestrand bis zum Zieleinlauf auf der Strandpromenade, das kann nur Gänsehautatmosphäre erzeugen und sorgt selbst bei dem unsportlichsten Zuschauer dafür, mindestens einen Gedanken an eine Teilnahme in den Kopf zu zaubern. Kein Wunder also, dass der Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen im Vergleich zum letzten Jahr die Teilnehmerzahlen stark steigern konnte. Über 40 Medienvertreter berichteten vor Ort von der Veranstaltung, neben Ostseelive.TV berichteten das ZDF und der NDR von der Veranstaltung. Perfekte Organisation in allen Bereichen, ausgezeichnete Stimmung an der Strecke, eine grandiose Kulisse, wer da keine Lust bekommt mitzumischen, muss schon ein ziemlich kalter Fisch sein.

Verdienter Sieg für Anja Beranek

Patrick Lange, Anja Beranek oder doch Daniela Sämmler?

Unangefochten holte sich Patrick Lange mit deutlichem Vorsprung vor dem zweitplatzierten Franz Löschke sich mit 5 Minuten Vorsprung den Sieg in der Herrenkonkurrenz. Nach einem starken Schwimmen zum Auftakt (24:37min), gefolgt von der viertschnellsten Radzeit des Tages (2:02:44) ging Patrick zusammen mit seinem Teamkollegen Nils Frommhold vom Team Erdinger Alkoholfrei auf die Laufstrecke. Hier spielte der Hawaii-Dritte des Vorjahres seine Stärke routiniert aus und ließ das restliche Feld mit einer Halbmarathonzeit von 1:11:52h förmlich stehen. Aufgrund einiger Absagen im Feld der Damenkonkurrenz sollte sich ein spannender Zweikampf zwischen Anja Beranek und Daniela Sämmler entwickeln.

Nach dem Schwimmen ging Anja Beranek mit einem Vorsprung von zwei Minuten auf die Radstrecke. In ihrer Paradedisziplin konnte Daniela Sämmler den Vorsprung auf eine Minute zusammen schrumpfen zu lassen, doch am Ende zeigte Anja Beranek eine starke Laufleistung und liess auf den 21.1 Km keine Schwächen aufkommen. Nach 4:16:37h erreichte  Anja Beranek schließlich als erste Dame das Ziel an der Binzer Strandpromenade.

„Anja hat von Beginn an eine außerordentlich starke Laufleistung gezeigt. Natürlich möchte ich gewinnen, wenn ich an den Start gehe, aber heute muss ich einfach die Leistung von Anja neidlos anerkennen. Angesichts meines Rennprogramms in den letzten Wochen bin ich allerdings sowohl mit meiner Leistung als auch mit meiner Platzierung glücklich. Jetzt konzentriere ich mich auf mein letztes Rennen in diesem Jahr, den IRONMAN Barcelona am 30. September“, so Daniela Sämmler im Ziel.

Oldie and Goldie, Timo Bracht bei seinem letzten Auftritt als Profi bei einem deutschen Rennen.

Oldies but Heroes

Angefeuert vom Publikum wurden auf der Strecke die beiden Athleten, die die Triathlon-Szene in den vergangenen fast 20 Jahren mitbestimmt haben. Für Timo Bracht war der Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen der letzte Auftritt als Profi auf deutschem Boden. Sein vorletztes Rennen insgesamt beendete Bracht, der für für das TEAM SPORT FOR GOOD startet, auf einen äußerst starken achten Platz und ließ einige Youngster deutlich hinter sich. Für Michael Göhner vom Team Erdinger Alkoholfrei lief das Rennen nicht so wie erwartet und doch ließen die Zuschauer keine Zweifel an ihren Sympathien für den Mann, der schon so viele Erfolge in seiner Karriere erreichen konnte und in den vergangenen zwei Jahren verletzungsbedingt immer wieder ausgebremst wurde, aufkommen. Die Enttäuschung stand Michi Gönhner ins Gesicht geschrieben, als er schließlich als 18. Profi das Ziel erreichte: „Zufrieden kann ich mit der Leistung nicht sein. Schwimmen und Radfahren waren gut. Beim Laufen war ab Kliometer 10 einfach die Luft raus. Aber da fehlen einfach auch die langen Wettkämpfe.”

Volles Haus beim kleinen Jubiläum

Björn Steinmetz und sein Team haben in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort ein Rennen aus dem Hut gezaubert, das an Atmosphäre kaum zu überbieten ist. Es dürfte sehr verwundern, wenn der Strandräuber IRONMAN 70.3 Rügen bei seiner kleinen Premiere, namentlich der fünften Austragung, im nächsten Jahr nicht frühzeitig ausgebucht sein sollte und ein volles Haus hat das Rennen in jedem Fall verdient.

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