Erfüllt der Saucony Peregrine ISO die mit dem Editor`s Choice Award der Runner´s World verbundenen hohen Erwartungen unserer Redaktion oder hinkt er hinter diesen zurück?

Ehre wem Ehre gebührt
Zunächst einmal ist zweifelsohne eine solche Auszeichnung aller Ehren wert und selbstverständlich ist die Freude bei Saucony über den Editor´s Choice Award groß. So kommentiert Katie Pyle, Produktmanagerin Saucony Trail die Auszeichnung wie folgt: „Die Auszeichnung „Editors Choice“ der Runner´s World für den Peregrine ISO – der nach dem schnellsten Vogel der Welt benannt wurde – ist eine Ehre für das gesamte Saucony-Team. Uns ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der Läufer und Trail-Läufer einzugehen. Nach wie vor sind Komfort, Passform und Grip die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Trail-Schuhs.“ 

Komfort-Einigkeit
In Sachen Komfort und Passform herrschte auch in unserem Team absolute Einigkeit. Hier überzeugt der neue Peregrine auf ganzer Linie. Das neue ISOFIT-System im Obermaterial ermöglicht einen sehr individuellen, aber vor allem sehr bequemen Sitz, fast wie in Watte gehüllt umschließt das Obermaterial den Fuß. Hervorzuheben auch der hervorragende Sitz an der Ferse und an den Knöcheln. Bewegungsfreiheit ohne Einschränkungen und ein Gefühl, dass man mit diesem Schuh sehr gerne viele Kilometer absolviert. Ein verdienter Sieger also.

Holpriger Beginn, starke Entwicklung
Mit den ersten Laufkilometern spaltet der Peregrine ISO unsere Redaktion. Für mich legt der Peregrine einen sehr holprigen Start hin. Asphalt verträgt er aufgrund seines ausgeprägt groben Profils so gar nicht. Auch auf Geröll und felsigem Untergrund zählt er für mich nicht zu den stärksten Vertretern der Trailrunning-Konkurrenz. Wald-, Wiesen- und Forstwege steckt er jedoch bestens weg und vermittelt ein tolles Laufgefühl.

Auf anspruchsvollen Strecken könnte für mich die Fixierung im Schuh auch noch besser sein. Bergauf läuft er sich sehr dynamisch, flott, leicht und bequem, dafür zeigt er bei schnellen Downhills nicht unbedingt die unbändige Lauffreude. Die Sohle wirkt hier sehr starr und ziemlich unflexibel und bremst eher als dass sie die Laufdynamik unterstützt. Diesen Eindruck teilt meine Kollegin in der Redaktion, auch was das sehr behäbige, fast wackelige Laufverhalten auf Asphalt betrifft. Ich selbst benötigte einige Laufkilometer, um die Stärken des Peregrine ISO schätzen zu lernen und die leichten Schwächen zu akzeptieren.

Ohne Anlaufschwierigkeiten 
Meine Kollegin hingegen teilte den Eindruck der mangelnden Dynamik beim Bergab laufen, ansonsten fühlte sie sich in dem Peregrine ISO vom ersten Laufkilometer äußerst wohl. Ob über Stock oder Stein, der Peregrine ISO hat durchaus das Zeug zum Lieblings-Dauerrenner. Auch in Sachen Grip und Halt hatte sie nichts zu bemängeln und lernte von Beginn an die Allround-Qualitäten des Schuhs zu schätzen. 

Fazit:
Bequemlichkeit und Passform sind die absoluten Stärken des Peregrine ISO. Hier punktet er auf ganzer Linie. Beim Laufverhalten können die Meinungen durchaus kontrovers sein, auch was das Einsatzgebiet angeht. Unserer Einschätzung nach ist der Peregrine ISO ein sehr guter Allrounder, der für verschiedene Einsatzgebiete in Frage kommt. Seine Stärken spielt er auf hiesigen Trails aus, in technisch anspruchsvollem Gelände zeigt er leichte Schwächen. Die fehlende Dynamik im Downhill-Einsatz ist der einzige wirkliche Minuspunkt, über den wir uns in der Redaktion einig sind.

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