Schlicht, leicht und aerodynamisch kommt der Helm Exo MIPS von Bollé daher. Edel wirkt der Helm nicht nur durch die Form, sondern auch dadurch, dass die Farben, ausgenommen dem bronzefarbenen Einsatz, matt sind. So die vordergründige Betrachtung des Rennradhelms aus der Bollé Familie.

Doch wie sieht es mit der Belüftung und der Aerodynamik aus? Die Belüftung ist schlichtweg sehr gut, wie sich auf schweißtreibenden Radausfahrten zeigt. Und das auch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke bergauf. Über die Aerodynamik können wir nicht wirklich eine Aussage treffen, denn im Windkanal waren wir mit dem Helm nicht. Er trotze aber Sturmböen und überstand viele Kilometer in Aeroposition und der Kamm Tail an sich verspricht ja schon verbesserte aerodynamische Eigenschaften. Ehrlich gesagt mutet der abrupte Abschluss des Helms optisch merkwürdig an, aber wenn es der Aerodynamik und somit Geschwindigkeit dient, ist erlaubt, was notwenig ist. Erinnern wir uns an die ersten Aerohelme im Triathlon, so richtig überzeugte die Optik auch nicht jedes Auge. Aber das ist ja auch immer Geschmacksache und schnelle Radsplits kommen immer gut an.

Der Bollé Exo MIPS sitzt sehr gut und verursacht keine Druckstellen, 360° Fit-System nennt Bollé das. Wir sagen ganz schlicht: passt bequem auf jeden Kopf. Sehr erfreut hat uns das herausnehmbare und waschbare Innenfutter, denn gerade im Sommer wird dies sehr in Mitleidenschaft gezogen. Dieses Feature erwartet man jedoch von einem Radhelm in einer Preisklasse über 100 Euro und es gehört schon fast zum Standard. 

Auf den eigentlichen Mehrwert des Bollé Exo MIPS weist ein kleiner gelber Aufkleber hin, der ihn auf den ersten Blick vom Modell Exo unterscheidet. MIPS heißt das Zauberwort. Ein zunächst verborgenes Talent und ehrlich gesagt sind wir auch sehr froh, dass wir MIPS nicht dem Praxistest unterzogen haben. Aber es ist ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass der Kopf auf besondere Art und Weise geschützt ist, wenn man einen Helm mit MIPS auf dem Kopf trägt. 

Hinter der Abkürzung MIPS verbirgt sich Multi-Directional Impact Protection System, welches von schwedischen Medizinern und Ingenieuren ausgetüftelt wurde. Dieses System bietet dem Gehirn bei einem Schrägaufprall besonderen Schutz, was bei anderen Helmen ohne dieses System nicht der Fall ist. Für alle Skeptiker sei erwähnt, dass es kaum unabhängige Studien über die Wirksamkeit von MIPS gibt. Aber wenn man sich ein wenig mit der Technologie beschäftigt, macht das sehr wohl Sinn. Und um ganz ehrlich zu sein, wenn es um die Sicherheit beim Radfahren geht, kann man auf Studien auch mal verzichten und darauf vertrauen, dass das System funktioniert. Definitiv schadet MIPS in keinster Weise und wir haben absolutes Vertrauen, dass es bei einem Aufprall auch unseren Kopf samt Innenleben bestens schützen würde. 

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