Starke Age Grouper – vier deutsche Altersklassen-Weltmeister auf Hawaii

0
241
Michaele Rudolf, Weltmeisterin W45-49, Foto: Finisherpix for IRONMAN

Bei den IRONMAN World Championship in Kailua-Kona auf Hawaii holten sich vier deutsche Teilnehmer den Weltmeistertitel in ihrer Altersklasse, die Österreicherin Michaela Rudolf krönt ihre Karriere ebenfalls mit dem IRONMAN Weltmeistertitel.

Julia Ertmer aus Offenbach, Christian Haupt aus Hemmingen, Martin Kurt Huhndorf aus Homberg und Wolfgang Schmatz aus Amberg konnten sich im Rahmen der IRONMAN World Championship am 14. Oktober 2017 den Weltmeistertitel in ihrer jeweiligen Geschlechts- und Altersklasse sichern.

Die 34-jährige Ertmer benötigte für die 2017er-Ausgabe des ikonischen Ausdauersportevents lediglich eine Zeit von 10:08:50 (S: 01:04:04; B: 05:18:34; R: 03:41:26) und gewann damit die Altersklasse 30–34 der Frauen. Bei den Männern gab es gleich drei Weltmeister: Christian Haupt (M35-39), Martin Kurt Huhndorf (M40-44) und Wolfgang Schmatz in der Altersklasse M55-59 schlugen ihre jeweiligen Kontrahenten auf dem weltberühmten Kurs in Bestzeiten.

Michaele Rudolf, Weltmeisterin W45-49, Foto: Finisherpix for IRONMAN

Der Weg zu einem Traum

Vom IRONMAN 70.3 St. Pölten über den IRONMAN Austria-Kärnten zum IRONMAN World Champion in ihrer Altersklasse. Die lange Reise der Niederösterreicherin Michaela Rudolf startete im heurigen Frühjahr beim IRONMAN 70.3 St. Pölten. Mit einem Sieg in ihrer Altersklasse in St. Pölten und gestärktem Selbstvertrauen ging es Anfang Juli nach Kärnten zum IRONMAN Austria-Kärnten. Der selbst auferlegte Druck war groß – das Ziel nicht minder gering: Der Sieg in ihrer Altersklasse und das Ticket zu den IRONMAN World Championship 2017 auf Hawaii. 9:44 Stunden später durfte die Lehrerin jubeln und hatte das Ticket nach Kailua-Kona in der Tasche.

“Wen man mit bunten Fischen unter dir und tausenden Schwimmern neben dir in den Bewerb starten kann, sorgt das für Gänsehaut. Die aufgehende Sonne motiviert zusätzlich für die Strapazen im Training.” So wurde aus der “Angstdisziplin” der Top-Sportlerin ein Genuss, der nach 3,8 Kilometern endete. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke in das verträumte Städtchen Hawi und retour kämpfte Rudolf mit dem Seiten- und Gegenwind. “Ich kämpfte ständig nicht nur gegen die Winde, sondern auch gegen den inneren Schweinehund. Ich wusste, dass ich in Führung lag und war meinem Ziel so nahe wie noch nie.”

Doch die Entscheidung fiel wie so oft beim abschließenden Marathon. “Mit rund zwei Minuten Vorsprung ging ich auf die letzten 42,2 Kilometer durch das Energy Lab. Meine Verfolgerinnen waren aber nicht minder motiviert und ich kämpfte vom ersten Meter bis zum Zieleinlauf. Sollte das ganze Training umsonst gewesen sein? Lieber noch einmal alles hineinschmeißen wie aufgeben lautete meine Devise.” Auch als ihr Vorsprung kurzzeitig unter zwei Minuten schrumpfte blieb sie fokussiert und kämpfte um ihr Ziel. “Mein Karriereende wollte ich mit dem IRONMAN Age Group Weltmeistertitel feiern. Das setzt zusätzliche Kräfte frei.” Und so bog Michaela Rudolf als Führende ihrer Altersklasse auf den Ali’i Drive und durfte sich wenige Meter später als Weltmeisterin von ihren mitgereisten Fans feiern lassen. Worauf sich die 45-Jährige jetzt freut? “Endlich wieder das Essen und Trinken können, worauf ich die letzten Wochen verzichtet habe. Aber als Weltmeisterin in der Age Group W45-49 schmeckt jetzt alles Doppelt!”

Mehr über IRONMAN WORLD HEADQUARTERS


Teilen

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

neunzehn − 1 =