„Viele sagten wir seien verrückt! Wenn sich jemand aber anschaut, was wir vor fünf Jahren an Brettern entwickelten, ist das heute der Standard in der SUP Industrie,“ so Svein Rasmussen, der Gründer von Starboard. Wird der Norweger portraitiert, fallen immer die Begriffe: weitsichtig, legendär, visionär und überzeugend. Das 1994 gegründete Unternehmen zählt seit Ende der 90er zu einem der Marktführer und bietet die größte Range an Windsurf- und SUP-Boards der Welt. Außerdem gehören zu dem Wassersportimperium die Segelmarke Severne und die Kitemarke Airush.

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Der Windsurf-Profi Svein Rasmussen

Dass es so kommen würde, war ganz klar nicht der Plan als Rasmussen die Schule abbrach, um die Welt mit einer Windsurf-Ausrüstung zu bereisen. Er hatte sich geschworen, niemals ins Windsurf-Business einzusteigen, denn er wollte sich nicht den Spaß an „seinem“ Sport verderben. Sein Vater prophezeite ihm schon: „Svein, wenn du so weiter machst, wirst du Würstchen an der Straße verkaufen.“ Die 15 Jahre als Windsurf-Profi förderten aber auch wegweisende Fähigkeiten: Viel Organisation ist notwendig, um immer das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben.

1984 startete Rasmussen bei den Olympischen Spielen für sein Heimatland Norwegen im Windsurfen. Zehn Jahre und vier Weltmeistertitel später gründete er Starboard in Thailand und begann mit wenig Geld aber vielen radikalen Ideen, Windsurfmaterial zu produzieren.

Das letzte, was die Windsurf-Welt braucht, ist eine neue Marke

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Jim Drake und Svein Rasmussen / Foto: John Carter

Zu einer Zeit als die großen, etablierte Marken mit schmalen Spezialisten-Boards den Markt beherrschten und in eine Sackgasse steuerten, wollte Rasmussen etwas Neues kreieren und hatte mit dem Gründer der Brettschmiede Cobra die Idee, ein benutzerfreundliches Board zu bauen. Mit feinem Gespür für Materialentwicklung, guten Kontakten und vor allem guten Shapern, fing er mit dem Holzkonzept an. Auf der ISPO wurde er belächelt: „go home now, don’t waste your time!“ Rasmussen ging heim, arbeitete weiter und schockierte Ende der 90er mit dem ersten Volksbrett GO die Industrie. So ein kurzes und breites Board war radikal – und erfolgreich.

Seine darauffolgende Konsultation von Jim Drake, dem Erfinder des Windsurfens, argwöhnte die Branche als Marketingstrategie. Doch Rasmussen überzeugte den amerikanischen Ingenieur mit dem neuen breiten Slalom-Shape und Drake entwickelte bis zu seinem Tode 2012 bei Starboard innovative Shapes für mehr Stabilität und mehr Fun auf dem Wasser.

Starboard

Man könnte sagen „A star was born“, aber der Name Starboard hat zwei andere Hintergründe: Zum einen Svein’s Begeisterung für das Universum, für bestimmte Planeten und das verborgene Potential eines jeden Einzelnen. Zum anderen kennt er als Norweger den Begriff der Wikinger für Steuerbord: nämlich Styrbord. Die Engländer machten daraus Starboard. Heute verkörpert Starboard die technische Seite der Firma und das Logo Tiki, in Form des Wind- und Wellengottes der Polynesier auf jedem Board sichtbar, den Freude schaffenden, gemeinnützigen Anspruch. So unterstützt Starboard mit „Tiki School“ Grundschulen, mit „Tiki Clinic“ Krankenhäuser in Myanmar und organisiert Charity Veranstaltungen auf der ganzen Welt.

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SUP erobert die Welt Connor Baxter und Bart de Zwart

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Svein und Tochter Mayar

Tiki

Auf allen Produkten ist Tiki, der Wind- und Wellengott der Polynesier

 

Stand Up Paddling – eine neue Ära

Seit 2006 entwickelt Starboard gemeinsam mit seinen Athleten SUP-Boards mit höchstem qualitativen Anspruch. Keine andere Marke hat in den vergangenen Jahren so viel Mut bewiesen, neu Wege zu gehen und somit Stehpaddeln zur am schnellsten wachsenden Sportart der Welt gemacht. Innovationen und Qualität sind der Maßstab, ob bei den Raceboards aus Karbon, die von den schnellsten Paddlern der Welt, Connor Baxter und Annabel Anderson, gefahren werden oder bei den aufblasbaren Boards, die derzeit den Markt erobern. Auf Seen, Flüssen und am Meer sind die Paddler jedes Alters unterwegs und erfreuen sich an dem vielfältigen Nutzen des Sports, eine große Chance für den Handel.

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Starboard SUP Vanina Roxy Girl

 

Innovation Quality

Zur Firmenkultur zählt hundertprozentige Ehrlichkeit, Transparenz, direkte Kommunikation und eine Menge harte Arbeit. Ob in den Ideenpools in Südafrika, Australien oder Hawaii, in der Produktion in Thailand oder im Verkauf in Deutschland, die Vision der Starboard Group ist, Menschen mit innovativen, qualitativen Produkten zum Wassersport zu motivieren. So dass sie daraus Kraft schöpfen und ein besseres Leben haben. Das Starboard Team ist freundlich und ernsthaft, auf jedem Level der Organisation. Rasmussen über das Verhältnis zu den Starboard Händlern: „Sie ist für uns die mit Abstand wichtigste Geschäftsbeziehung. Denn am Ende des Tages sind es unsere Händler die entscheiden, welche Produkte die Endverbraucher wählen können und sie empfehlen auch, welches Produkt ihrer Meinung nach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Wir veranstalten ein jährliches Treffen mit allen europäischen Händlern in Spanien, testen dort die neuen Produkte und versuchen, ihnen bei der Fokussierung auf die wichtigsten Modelle für ihre Kunden zu helfen.“

Starboard Rider Familie Dunkerbeck

Starboard Rider Familie Dunkerbeck

 

Starboard Dream Team

Mehr als Sportler sind auch die Athleten, die das „Tiki Life“ pflegen: Als Dream Team leben und erzählen sie ihre Erlebnisse, setzen sportliche Maßstäbe, inspirieren und entwickeln die Produkte mit. Die Liste der Starboard Athleten liest sich wie das „who is who“ des Wassersports: Im Windsurf-Bereich der zweifache Weltmeister Philipp Köster aus Deutschland, Björn Dunkerbeck mit 41 Weltmeistertiteln, die Moreno-Zwillinge – ebenfalls Weltmeister, der „Storm Chaser“ Danny Bruch und viele mehr. Der Exkursionspaddler Bart de Zwart, die schnellsten SUPer wie schon erwähnt, sowie die Deutschen SUP-Meister Carsten Kurmis, Moritz Mauch und Moritz Martin.

Macht Windsurfen jetzt weniger Spaß, als erfolgreicher Business Man, Svein Rasmussen? Nein, stellte er fest. Gerade die Chance, Produkte selbst zu entwickeln, zu testen und die Business-Zusammenhänge ermöglichen es ihm, den Sport mit Freude weiterzuführen.

www.star-board.com

Deutscher Vertrieb: APM Marketing, Alois Stadler und Florian Brunner, www.apm-marketing.de

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