SPORT 2000 Österreich startet Spezialisierungsoffensive

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Foto: Martin Hörmandinger

Durch Spezialisierung und Digitalisierung schärft die SPORT-2000-Händlergemeinschaft weiter ihre Marktstellung.

Der Sportartikelmarkt in Österreich ist weiter in Bewegung und teilt sich stärker denn je in Diskonter auf der einen Seite und qualitätsorientierte Fachhändler auf der anderen Seite. SPORT 2000 folgt seit 2011 einer klaren Qualitätsstrategie mit Fokus auf Beratung und ist mit derzeit    29,4 Prozent der Marktführer am heimischen Sportartikelmarkt (Quelle: RegioPlan 2016). Mit einer Spezialisierungsoffensive setzt SPORT 2000 nun den nächsten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft.

SPORT 2000 mit Strategie 2020

Seit der vor sechs Jahren gestarteten strategischen Neuausrichtung von SPORT 2000 bilden eine starke Gemeinschaft, intensive Händlernähe, die Schärfung des Markenprofils, strategische Partnerschaften mit Lieferanten und das optimierte Zusammenspiel einer schlanken Zentrale mit starken, regional verankerten Unternehmern die fünf Säulen des Erfolgs von SPORT 2000. „Der Markt ist heute sehr klar in einen preisgetriebenen Bereich und einen Qualitätsbereich segmentiert. Diese Marktveränderungen, die erst in den vergangenen vier Jahren stattgefunden haben, bestätigen uns einerseits in unseren Prognosen zur Entwicklung des heimischen Sportartikelhandels. Andererseits zeigt sich damit auch, dass der von uns eingeschlagene Weg der richtige für SPORT 2000 war und ist. Wir richten bereits seit sechs Jahren unseren Fokus auf die ureigenen Stärken von SPORT 2000 – Beratung und Qualität. Damit haben wir uns klar als beratungsstarker Qualitätsanbieter am Markt positioniert.  Mit der Spezialisierungsoffensive schärfen wir nun die bestehende Strategie und festigen damit unsere führende Marktposition“, gibt Dr. Holger Schwarting, Vorstand SPORT 2000, die Zielrichtung für die nächsten Jahre vor.

SPORT 2000, bestehend aus 286 Händlern mit 473 Geschäften, begegnete dem rasanten Wandel im Sportartikelhandel der vergangenen Jahre mit zahlreichen Maßnahmen zur Stärkung der Händlergemeinschaft wie der 2014 gestarteten Teamkraft-Offensive, sowie der strategischen Partnerschaft mit Gigasport, der Sporthandelsgruppe des Kastner & Öhler Konzerns und entwickelte sich damit zum klaren Marktführer.

Dass die 2011 gestartete Strategie greift, zeigen die Zahlen. So verzeichnet SPORT 2000 im Jahr 2016 ein Umsatzwachstum von 3,1 Prozent auf 503 Mio. Euro.  Trotz eines leichten Rückgangs der Verkaufsflächen von 0,9 Prozent konnte SPORT 2000 die Flächenproduktivität um 4,1 Prozent steigern. „Unter den österreichischen Sporthändlern wachsen wir auf bestehender Fläche am stärksten. Durch Qualität und Beratung profitieren die SPORT-2000-Händler von einem sehr hohen Anteil an Stammkunden, derzeit liegt dieser bei rund 85 Prozent, wobei unsere Zielgruppen überwiegend sportaffine Menschen sind“, hebt Schwarting hervor. Die Strategie 2020 von SPORT 2000 schärft die bestehende Strategie in wichtigen Bereichen und ergänzt sie um zukunftsrelevante Aspekte. So lauten die Themen bei SPORT 2000 in den nächsten Jahren:

– Marke, Beratung, Spezialisierung

– Organisches Wachstum und Akquisition

– Qualität und Regionalität als Basisfundament von SPORT 2000

– Digitalisierung

– Verband als unabdingbare Lösung

Starke Marke und Beratung als Erfolgsfaktoren

SPORT 2000 ist seit 45 Jahren am österreichischen Sportartikelmarkt etabliert. Die selbstständigen, regional bestens verankerten Sportfachhändler kennen die Kunden wie kaum ein anderer und differenzieren sich durch regionale Sortimente, die genau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Der österreichische Kunde erwartet vom Sporthandel Qualität, Kompetenz, Beratung, starke Marken und ein besonderes Einkaufserlebnis. SPORT 2000 bietet seinen Kunden genau das. Der Anteil an Markenprodukten bei SPORT 2000 liegt bei rund 95 Prozent und der hohe Anspruch an Beratungsqualität steht auch im Fokus der neuen Werbekampagne „Beratung ist unser Sport“.  „Gerade in Zeiten von starken Veränderungen darf man nicht vergessen, dass sich manche Dinge, wie auch bestimmte Kundenbedürfnisse, gar nicht ändern. Der Wunsch der Kunden nach Marken und Kompetenz ändert sich nicht plötzlich, nur weil sich die Handelsstruktur verändert oder neue Anbieter am Markt sind. Die Österreicher suchen Qualität und Beratung“, erklärt Schwarting und gibt zu bedenken, dass die Expansion von europäischen Ketten bisher nur im Diskontbereich funktionierte, wie der Markt bestätigt: „Qualitätsanbieter waren auf ihrem Expansionskurs weniger erfolgreich oder sind gescheitert, so zum Beispiel Eybl in Deutschland. Die Ländermärkte sind einfach zu unterschiedlich.“

Zur Stärkung der Markenbekanntheit arbeitet SPORT 2000 mit authentischen und starken Markenbotschaftern. Seit 2011 begleitet Hans Knauß die Fachhändlergemeinschaft als SPORT-2000-Testimonial der ersten Stunde. „Seit dem Beginn der Zusammenarbeit erlebe ich die Leidenschaft sowie Service- und Beratungsstärke der SPORT-2000-Händler. Damit kann gerade im Sport viel bewegt werden. Die SPORT- 2000-Händler sehen sich als Partner ihrer Kunden und unterstützen sie bei der Auswahl des richtigen Materials. Und das ist entscheidend, um seinen Sport mit Freude und Begeisterung ausüben zu können“, betont der Olympiamedaillengewinner und SPORT-2000-Testimonial Hans Knauß.

SPORT-2000-Spezialisierungsoffensive

Das Ziel von SPORT 2000 ist klar: der Spezialistenverband für Lieferanten und Endkunden zu sein. Die veränderte Marktstruktur des österreichischen Sporthandels stellt nicht nur den Handel, sondern auch die Industrie bzw. die Lieferanten vor große Herausforderungen. Sie suchen verstärkt nach Partnern im Fachhandel. „Top-Marken beliefern in Zukunft den Handel nach neuen Spielregeln. Unsere SPORT-2000-Profis sollen hier zukünftig die ersten Ansprechpartner für diese Marken werden. Der Handel mit besonders service- und beratungsintensiven Sportartikeln kann nur über Spezialisten erfolgreich sein“, bringt Schwarting die Chancen für die SPORT-2000-Spezialisten auf den Punkt.

Für die Kunden auf der anderen Seite zeigt sich Qualität nicht nur in einem möglichst breiten Warenangebot, sondern vielmehr in punktgenauer Beratung und Produkten von höchster Qualität. „Es gibt nicht den besten Laufschuh. Es gibt nur den besten Laufschuh für dich. Und den gilt es gemeinsam mit dem Kunden zu finden“, beschreibt Schwarting das neue Denken der Spezialisten. Die SPORT-2000-Spezialiserungsoffensive legt den Fokus auf exklusive Marken, perfekten Service und Top-Beratung durch die SPORT-2000-Spezialisten.

Das erste Spezialisten-Konzept, das realisiert wird, sind die SPORT-2000 Bike-Profis im Frühjahr 2018. Weitere Spezialistenkonzepte für die Bereiche Running/Fitness, Outdoor, Teamsport und Ski folgen sukzessive ab Winter 2018. „Die Spezialisierung sichert uns in den nächsten Jahren organisches Wachstum. Zudem setzen wir auf gezielte Akquisition von Spezialisten in den diversen Bereichen“, so Schwarting.

SPORT-2000-Bike-Profis

Den Start für die SPORT-2000-Spezialisten machen die SPORT-2000 Bike-Profis. Ab Frühjahr 2018 starten die ersten 10 bis 15 Bike-Profis in ganz Österreich. Bei den Bike-Profis stehen exklusive Marken, Sondermodelle und ein gesicherter Warenzugang zu Top-Konditionen im Vordergrund. Als weitere exklusive Marke konnte im Zuge der Spezialisierungsoffensive die Top-Marke Simplon als Partner gewonnen werden. Ein Highlight der Bike-Profis ist das Angebot des Bikefittings. „Ähnlich dem bereits bekannten Bootfitting bei Skischuhen wird beim Bikefitting das Bike perfekt und ganz individuell auf den Biker eingestellt. Das erhöht den Fahrkomfort und auch die Fahrsicherheit. Das persönliche Training kann so optimiert werden“, erklärt Schwarting das besondere Verkaufsservice der SPORT-2000 Bike-Profis.  Zudem profitieren die Kunden der Bike-Profis von einer eigenen Werkstatt mit ausgebildeten Bike-Mechanikern, die für unmittelbare Serviceleistungen am Bike zur Verfügung stehen. Spezielle Angebote wie die kostenfreie Pannenhilfe im ersten Jahr beim Kauf eines neuen Bikes und Fahrradregistrierungen runden ein exklusives Marketingpaket ab.

Auch bei den Bike-Profis setzt SPORT 2000 auf Markenbotschafter. So startet nun Riccardo Zoidl, österreichischer Straßenradrennfahrer als SPORT-2000-Testimonial: „Ein Sportler, der einen Sport intensiv betreibt, braucht einen Spezialisten. Besonderer Stellenwert liegt auf kompetenter Fachberatung, Qualität und speziellen Sportprodukten – dafür gibt es aktuell nicht viele Händler. Die SPORT 2000 Spezialisten, die den Sport oft selbst leben, sind daher genau die richtigen Ansprechpartner. Sie bereichern die Entscheidung des Kunden mit detaillierten Informationen und eigenen Erfahrungen. Niemand kennt sich besser aus, als jemand, der den Sport selbst mit Leidenschaft betreibt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den fachkundigen Bike-Profis von SPORT 2000.“

Starke österreichische Unternehmer im starken internationalen Verband

Als einzige österreichische Sporthandelsorganisation setzt SPORT 2000 auf heimische Unternehmen mit österreichischer Wertschöpfung. Den Schlüssel zum Erfolg für den Fachhandel sieht Schwarting auch im Rückhalt eines starken Verbands. Die Globalisierung im Sportfachhandel prägte in den vergangenen Jahren den heimischen Sportmarkt nachhaltig. Österreich ist bei vielen Top-Marken nur mehr Teil des deutschsprachigen Raums, eine Unterteilung in Ländermärkte fehlt. Das Gewicht eines einzelnen Händlers sinkt dadurch zunehmend und gerade für kleine Händler wird es umso wichtiger, Teil eines großen Verbundes zu sein. „Entscheidungen für SPORT 2000 Österreich werden in Österreich getroffen. Die Zugehörigkeit zu SPORT 2000 International bietet die idealen Voraussetzungen, um in dieser globalen Welt als nationaler Verbund weiter bestehen und Vorteile für die Händler realisieren zu können“, erklärt Schwarting. „Besonders mit unseren Spezialistenkonzepten bieten wir dem spezialisierten Fachhandel ein Zuhause sowie den Zugang zu den besten Marken. Auch die Marken suchen sich verstärkt ihre Händler aus und betreiben ein konsequentes Channelling. Kleine Händler können bei vielen Top-Marken nicht mehr direkt einkaufen. Der Zugang für kleine Händler fehlt. Nur mehr über internationale Verbände gibt es diese Marken und gute Konditionen“, setzt Schwarting auf eine starke Marke SPORT 2000, eine vertikale Ausrichtung und die internationale Vernetzung, um auch zukünftig für Lieferanten und Marken ein attraktiver Partner zu bleiben.

Foto: Martin Hörmandinger

Digitalisierung bei SPORT 2000: digitaler Ladentisch und SPORT- 2000-Onlineshop

Die Kunden von heute sind topinformiert. Sie erkundigen sich vor dem Kauf in einem Ladengeschäft online – Tendenz steigend durch Smart Natives. Produkteigenschaften, Produktalternativen und Preise sind bereits beim Betreten des Geschäfts bekannt. „Studien zeigen, dass sich nur mehr wenige ohne vorherige Informationssuche in einem Fachgeschäft beraten lassen“, gibt Schwarting Einblicke in die Verhaltenstrends der Konsumenten. Gemessen am eigenen Informationsverhalten, erheben die Kunden einen noch höheren Anspruch an den Wissensstand der Verkäufer. Sie fordern absolute Spezialisten. Die Kunden suchen große Auswahl, schnelle Verfügbarkeit der Produkte, Schnelligkeit des Kaufs, bestens informierte Verkäufer und ein positives Einkaufserlebnis (Quelle: Catch me if you can – Eine Kurzstudie des IFH Köln in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Deutschland HDE und Cisco). Im Fokus der Digitalisierungsstrategie bei SPORT 2000 stehen Sortiment (digitaler Ladentisch), Verfügbarkeit (Click & Collect) sowie exzellente Beratung.

Den ersten Schritt der Digitalisierung setzte SPORT 2000 im Vorjahr mit der Einführung des digitalen Ladentischs mit Anbindung des SPORT-2000- Großhandelssortiments.  „Mit unserem digitalen Ladentisch verbinden wir online und offline Einkaufswelten und bieten dem Kunden unserer Händler, egal wie groß die Verkaufsfläche ist, ein umfangreiches Sortiment“, erläutert Schwarting den digitalen Ladentisch der SPORT- 2000-Händler. Bereits mehr als 40 SPORT-2000-Händler nutzen den digitalen Ladentisch und profitieren vom erweiterten Sortiment. Die Verhandlungen mit Marken zur elektronischen Anbindung ihrer Gesamtsortimente an den digitalen Ladentisch sind aktuell im Laufen. Damit steht den Kunden zukünftig ein noch breiteres Warenangebot über den digitalen Ladentisch zur Verfügung.

Im nächsten Schritt der Digitalisierung realisiert SPORT 2000 bis Ende 2018 einen SPORT-2000-Onlineshop. Dieser führt das Großhandelssortiment des digitalen Ladentischs und das Angebot der angebundenen Marken, sowie die regionalen Sortimente der teilnehmenden Händler in einem Onlineshop zusammen. „Die Erfahrungen unserer Händler zeigen, dass die Kunden beim Kauf von Sportartikeln sich zwar online über Produkte und die Verfügbarkeit informieren wollen, aber dann doch gerne ins Geschäft kommen, um sich von Qualität, Passform, etc. selber zu überzeugen. Unser Anspruch an den Onlineshop ist, den stationären und den Online-Handel zu vernetzen und damit den stationären Sportfachhandel zu stärken“, so Schwarting zum neuen SPORT-2000-Onlineshop, der vor allem für Fachhändler mit kleiner Fläche viele Vorteile bietet.

Foto: Martin Hörmandinger

Erfolgreiche Zukunft

Aufgrund der bereits geschaffenen Basis sowie des Startschusses zum nächsten Entwicklungsschritt mit der Spezialisierungsoffensive von SPORT 2000 sieht Schwarting die Entwicklung des Sportmarkts in Österreich durchaus positiv: „Die Sportausgaben der Österreicher sind weiterhin auf hohem Niveau stabil, Österreich profitiert überdurchschnittlich vom Tourismus, Sport hat einen festen Platz in der Gesellschaft und Megatrends wie Digitalisierung, Gesundheit und Nachhaltigkeit geben dem Sportmarkt langfristig positive Impulse.“ Und weiter: „Die Welt um uns herum verändert sich immer schneller. Aber vieles bleibt dabei auch gleich. Dies gilt auch für den Sportfachhandel. So suchen die Kunden damals wie heute gute Beratung bei einem vertrauensvollen, kompetenten Ansprechpartner. In einer Zeit der Digitalisierung und Globalisierung gewinnt der lokale Händler des Vertrauens zunehmend wieder an Bedeutung. Darin liegt die Chance für SPORT 2000, auch in Zukunft am österreichischen Sportmarkt die Nummer eins zu bleiben“, blickt Schwarting in die Zukunft.

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