IRONMAN Barcelona: Persönliche Bestzeiten und starke Leistungen

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Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images for IRONMAN

Erst am Tag nach dem Rennen konnte sich Daniela Sämmler über ihren 3. Platz beim IRONMAN Barcelona und ihrer persönlichen Bestzeit von 8:55:11h freuen.

Direkt nach dem Zieleinlauf überwog noch die Enttäuschung bei Daniela Sämmler: „In den letzten zweieinhalb Stunden hatte ich mit extremen Magenproblemen zu kämpfen und meiner Konkurrenz leider absolut nichts mehr entgegenzusetzen. Ich hatte alles gegeben, war im Ziel sowohl körperlich und mental so erschöpft, dass ich mich zunächst nicht über meine Leistung freuen konnte. Hinzu kam die eigene Enttäuschung, dass ich es im letzten Rennen der Saison nicht geschafft habe, einen soliden Marathon zu laufen“ lautet im Ziel ein vorläufiges enttäuschtes Fazit, das offensichtlich der absoluten Erschöpfung geschuldet war.

Am Ende zählt das Ergebnis und das kann sich nun wahrlich sehen lassen. Zu Beginn des großen Saisonfinales für Daniela Sämmler lief alles bestens. Die für das Team Erdinger Alkoholfrei startende Profi-Triathletin kam nach dem 3,8Km langen Schwimmkurs mit der Spitze aus dem Wasser und legte auf dem Rad eine brillante Leistung hin.

Sichtlich erschöpft, Daniela Sämmler auf den letzten Metern Richtung Ziel / Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images for IRONMAN

Die Abstände auf die Konkurrenz von weniger als zehn Sekunden nicht nur ein deutliches Indiz auf das spannende Rennen, das auf der Laufstrecke seinen Höhepunkt finden sollte. Nach dem Wechsel konnte sich Daniela Sämmler auf den ersten Kilometern von der zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierten zunächst absetzen. Die spätere Siegerin des Rennens Yvonne van Vlerken lag beim Wechsel von der Rad- auf die Laufstrecke noch auf dem vierten Platz und 6:19 Minuten zurück. Doch die Niederländerin zeigte eine beachtliche Laufperformance, übernahm kurz nach der Hälfte der Marathonstrecke die Führung und lief einem sicheren Sieg mit einem komfortablen Vorsprung entgegen.

Die drei besten Damen: Yvonne Van Vlerken, Lisa Huetthaler und Daniela Sammler / Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images for IRONMAN

Jetzt galt es für Daniela Sämmler umso mehr, mentale Stärke zu beweisen und den anvisierten Platz auf dem Podium zu sichern. Auf den letzten Laufkilometern entwickelte sich ein spannendes Rennen um Platz zwei, bei dem am Ende die ehemals des Dopings überführte Österreicherin Lisa Hütthaler die Nase vorn haben sollte. „Nach meinem Rennprogramm in den vergangenen Wochen bin ich mit meiner gesamten Saison wirklich glücklich. Yvonne hat heute einfach eine großartige Laufleistung gezeigt, das erkenne ich neidlos an. Mit dem dritten Platz von Barcelona schließe ich meine erfolgreichste Saison in meiner bisherigen Karriere als Profi-Sportlerin ab. Ich gehe also gestärkt in die nächste Saison, auf die ich mich zusammen mit meinen Sponsoren und allen, die mich so tatkräftig unterstützen, freue. Jetzt genieße ich erst einmal ein paar trainingsfreie Wochen, in denen die Familie im Mittelpunkt stehen wird und all jene, die mich in der zurückliegenden Saison so sehr unterstützt haben. Es ist Zeit, etwas zurück zu geben“, so Daniela Sämmler weiter. Stark auch die Leistung von Katja Konschak, die ebenfalls mit 8:57h erstmals in ihrer Karriere unter der magischen 9-Stunden Marke bleiben konnte.

Erschöpft und glücklich, Platz 1 in der AK 25 für Moritz Bleymehl und Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2018, Foto: Alex Caparros/Getty Images for IRONMAN)

Starke Männer

Eine eindrucksvolle Leistung zeigten auch Horst Reichel und Moritz Bleymehl, der seinen erkältungsbedingten Trainingsausfall in den letzten Wochen bestens kompensieren konnte und nicht nur als erster seiner Altersklasse M25 sich für die IRONMAN Weltmeisterschaften auf Hawaii qualifizieren konnte, sondern mit seiner Zeit von 8:30h auch noch gleich einmal 10 Profis hinter sich lassen konnte. Am Ende belegte Moritz Bleymehl einen hervorragenden 15. Gesamtplatz. Der für das TEAM SPORT FOR GOOD startende Horst Reichel zeigte eine bärenstarke Leistung auf dem Rad, musste leider auf der Laufstrecke ein paar Körner lassen und belegte am Ende in 8:16h den siebten Rang in einer starken internationalen Herrenkonkurrenz. In den nächsten Wochen richten sich die Augen aller Triathlon-Interessierten Richtung Hawaii, wo in der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober mitteleuropäischer Zeit die neuen IRONMAN Weltmeister auf der Langstrecke gesucht werden.

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