Platz 8 für Sabine Spitz bei WM in Mont Sainte Anne
Sabine Spitz hat durch einen Defekt in Mont Sainte Anne, Kanada eine mögliche WM-Medaille verpasst und ist Achte geworden. Teamkollegin Lisi Osl konnte dagegen mit Rang fünf ein Ergebnis einfahren, mit dem sie selbst kaum gerechnet hatte. Anja Gradl beendete das WM-Rennen auf Rang 23.
Die Polin Maja Wloszczowska hatte in der zweiten Runde einen Angriff gestartet, ohne dass Sabine Spitz zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit gehabt hätte zu folgen. Sie lag da noch 30 Sekunden zurück.
In der Verfolgung duellierten sich Catharine Pendrel (Can), Titelverteidigerin Irina Kalentieva (Rus) und Willow Koerber (USA). Sabine Spitz konnte zu Kalentieva aufschließen und mit der Russin am Hinterrad bis auf sechs Sekunden an das Duo Pendrel/Koerber heranfahren, als es passierte.
Der Kettenumwerfer verbog sich und es war der Bikerin vom central Pro Team nicht mehr möglich korrekt zu schalten. Zudem rutschte wiederholt die Kette vom großen Kettenblatt. So entschied sich WM für Sabine Spitz an einem kleinen Stück Blech.
Sie fiel zwischenzeitlich auf Platz 11 zurück, kämpfte sich aber mit Moral wieder auf Rang acht zurück. Mit 2:32 Minuten Rückstand auf die neue Weltmeisterin Wloszczowska (1:48:21) erreichte sie das Ziel und war entsprechend enttäuscht. „Die Form war da für’s Podium. Klar bin ich enttäuscht. Ich habe mich schließlich auf diesen Saisonhöhepunkt vorbereitet und habe mir eine Medaille zum Ziel gesetzt“, sagte Sabine Spitz.
Betrachtet man Abschnittszeit der letzten Runde so wird diese Aussage unterstrichen. Die 38-Jährige war 18 Sekunden schneller als Kalentieva, die Silber gewann und auch deutlich schneller als Koerber, die Bronze mit nach Hause nahm. Die positive Erkenntnis aus dem WM-Rennen war immerhin, dass die Südbadenerin wieder zurück in der Weltspitze ist.
Während bei Sabine Spitz also eine eher gedämpfte Gemütslage vorherrschte, jubelte im österreichischen Lager ein paar Meter entfernt ihre Teamkollegin Lisi Osl. Die Tirolerin konnte zum Saisonhöhepunkt eine starke Form abrufen. „Cool, echt cool“, rief die 24-Jährige, „Top-Ten war mein Ziel und jetzt bin ich Fünfte, ich kann es kaum fassen.“
Dabei hatte sie zu Beginn des Rennens ihre Probleme. „Im Downhill bin ich zweimal geflogen“, erzählte sie und dass sie dadurch ihren Rhythmus nicht finden konnte. Doch je länger das Rennen über die schweren 26 Kilometer ging, desto besser kam sie in Fahrt und sie verbesserte sich von Rang acht auf fünf.
„In der letzten Runde habe ich am schweren Downhill gedacht, da musst du jetzt runter fahren. Dann habe ich das Hirnkastel ausgeschaltet und bin durchgekommen. Das hat auch gut geklappt“, schilderte sie.
So beendete sie ihr vielleicht bestes Saisonrennen auf Rang fünf (+2:00).
Der dritten Bikerin vom central Pro Team ging es nicht ganz optimal. Anja Gradl beendete den Wettbewerb auf Platz 23 (+10:29) und war damit nicht besonders glücklich. „Es war nichts Besonderes. In diesen Regionen zu fahren, war nicht gerade motivierend, aber es war heute und hier nicht mehr drin“, konstatierte sie. Eine Enttäuschung war das Ergebnis objektiv allerdings auch nicht. Insgesamt lieferte das central Pro Team bei der Weltmeisterschaft starke Ergebnisse ab, wenn auch die Ergebnisse nicht immer dazu passten.
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