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09.03.2010 10:41:00

PistenBullyFahren in der Silvretta Montafon

MIT 490 PS DURCH DAS SKIGEBIET

Es ist leichter als es aussieht und macht unheimlich viel Spaß. Im Skigebiet Silvretta Montafon kann man sich selbst ans Steuer eines Pistenbully setzen und mit dem tonnenschweren Gerät über den Schnee fahren. Natürlich unter fachlicher Anleitung der Experten. Ein Erlebnis, das nicht nur Männer sondern auch viele Frauen begeistert.

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Der tiefe satte Ton eines 490 PS starken Mercedes Dieselmotors. Das Hightech-Armaturenbrett mit einem sportlich anmutenden kleinen Lenkrad, mit vielen Knöpfen und Anzeigen. Der Blick über das breite Räumschild vor dem Bug und die kantigen Ketten an den Flanken. Wer einmal im Cockpit eines Pistenbully gesessen ist, hat völlig neue Fahrdimensionen erlebt. Dabei lässt sich der knapp zehn Meter lange und mehr als fünf Meter breite Koloss mit seinen zehn Tonnen Gewicht eigentlich spielerisch bewegen. Das bestätigt auch Mario Tschofen, und der muss es wissen. Tschofen ist bei der Silvretta Montafon Bergbahnen zuständig für die Pistenpräparierung und für den entsprechenden Fuhrpark. Ein routinierter Pistenbully-Pilot also, und das gibt ein gutes Gefühl, wenn man als „Otto Normalverbraucher“ erstmals am Steuer seine Runden auf der Piste dreht.

Montafon-PistenbullyFahrenUnter dem Motto: „Bei uns bleiben Sie sogar als Pilot am Boden“ offeriert das beliebte Wintersportgebiet im Montafon seinen Gästen eine eigenhändige Fahrt mit dem Pistenbully. Dabei können die Interessenten wählen zwischen dem Solo-Angebot für Einzelfahrer, was nach Absprache täglich möglich ist und der Premium-Tour für Gruppen ab drei Personen, die zum Beispiel die Pistenbully-Fahrt mit einer Nachtrodelpartie verbinden wollen. Diese Premium-Tour wird an drei Tagen pro Woche angeboten. Ein unvergessliches Erlebnis in jedem Fall, das noch dazu wenig kostet und deshalb auch als Geschenk sehr beliebt ist. Solo-Fahrer zahlen 150 Euro für die Fahrt (Liftkarte extra) und Beifahrer 50 Euro. Die Premium-Offerte kostet 150 Euro für die erste Stunde und 50 Euro für jede weitere halbe Stunde. Die Voraussetzungen für die Fahrt auf der Piste sind denkbar einfach. Man muss volljährig sein und dann kann es los gehen. Kinder dürfen selbstverständlich auch mitfahren aber nicht selbst steuern. Zunächst trifft man sich mit dem Fahrer, macht eine Besichtigungstour durch die Werkstatt und erhält eine theoretische Einweisung.

Zehn Tonnen schwer, zehn Meter lang und kinderleicht zu steuern

Dass man sich problemlos an die Fahrmanöver mit dem Koloss gewöhnt, dafür sorgen Mario Tschofen und seine Kollegen. „Unser Pistenbully ist das modernste Modell von Kässbohrer und kinderleicht zu fahren“, verspricht er.

Ein paar Dinge sind natürlich anders als im Auto, aber damit findet man sich bei den ersten Übungsmetern auf der flachen Piste schnell zurecht. Das zierliche Lenkrad reagiert sehr direkt. Rechts und links ist eine halbe Umdrehung bis zum Anschlag möglich. „Bei vollem Einschlag bewegen sich die Fahrketten gegenläufig und wir können uns dann auf der Stelle drehen“, ergänzt Mario Tschofen. Das macht Spaß, aber man will ja auch ein wenig bergauf und bergab fahren. Das geht im Prinzip leichter als im Auto, denn es gibt keine Kupplung und das Getriebe kennt nur zwei Gänge: vorwärts und rückwärts. Auch das Bremspedal sucht man vergebens. Sobald man das Gaspedal los lässt, bremst der Bully sanft aber vernehmlich. Das hydraulische Bremssystem erledigt das automatisch. Hat man sich dann an die sensible Lenkung gewöhnt, dann geht es auf Tour. Die große Panoramascheibe bietet eine erstklassige Aussicht. Bei Dunkelheit erleuchten die starken Scheinwerfer die Piste taghell und verschaffen der Ausfahrt eine spezielle, fast gespenstische Stimmung.

Mit dem Premiumangebot ideal als Familien- oder Gruppenausflug

Nach den ersten Übungsmetern auf der flachen Piste wechseln die Pilotenanwerter dann in dezent steiles Gelände und üben einfache Fahrmanöver. Je länger und schneller gefahren wird, desto mehr Spaß kommt auf. Die Maximalgeschwindigkeit liegt bei knapp 30 Kilometern pro Stunde. Dabei muss der Pistenbully-Fahrer im Alltagsbetrieb auch noch mit den Hebeln am Armaturenbrett das große Räumschild vorne und den Fräser auf der Rückseite bedienen. Dazu braucht es dann schon etwas mehr Koordination und Routine, damit die Pistenpräparierung optimal durchgeführt wird.

Die Fahrt mit dem Pistenbully ist ein Erlebnis für jedermann und übrigens auch für jederfrau, denn es sind, wie man oft glaubt, nicht nur Männer, die sich gern ans Steuer setzen. „Unsere Gäste sind Männer und Frauen und Leute fast jeden Alters“, erklärt Mario Tschofen. Und Spaß haben sie alle. Schnell vergessen wird man den Ausflug auf die Piste sowieso nicht. Dafür sorgen übrigens auch der Pistenbully-Führerschein und das kleine Präsent, die es für die Freizeit-Piloten zum Abschluss gibt.

Montafon

www.silvretta-montafon.at

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