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01.11.2010 11:05:00

Im Härtetest: SIGMA RC1209

sigma Rc1209Einführung:
Im Segment der Radcomputer ist Sigma eine durchaus bekannte Größe. Im  Laufbereich hingegen  pflegten die Neustädter bislang eher ein Schattendasein. Das könnte sich mit dem RC1209 Laufcomputer ändern. Denn mit diesem neuen Modell möchte man auch im Laufsport Fuß fassen und mit innovativer Technik überzeugen. Ob das Konzept wohl aufgeht und der RC1209 auch in Sachen Tempo- und Entfernungsmessung überzeugen kann?
 
Der Test:
Sigma Sport verfolgt mit dem RC1209 einen eigenen Weg und hebt sich schon dadurch von den Messmethoden der Konkurrenz ab. Die Distanz wird zwar ebenfalls mittels Beschleunigungsmessung ermittelt, eine Methode, die sich beim Laufen bereits bestens etabliert hat. Allerdings arbeitet Sigma nicht mit einem Beschleunigungssensor am Fuß, sondern direkt im Brustgurt. Der R3 Sensor ist damit nicht nur für die Herzfrequenzmessung, sondern auch für die Ermittlung der Geschwindigkeit und damit auch der Distanz zuständig. Was dabei vielen Läufern gefallen dürfte ist, dass kein zusätzliches Accessoire notwendig ist. Damit erübrigen sich die üblichen Probleme eines Laufsensors wie Verlust in unwegsamen Gelände, Justierung am Laufschuh und ähnliche Problemchen, allerdings sollte man auf das Kalibrieren nicht verzichten.
 
Die Genauigkeit wird mit fünf Prozent zur absoluten Messung angegeben, welche in der Praxis sogar unterboten wurde. Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten konnte eine Genauigkeit von weniger als drei Prozent Abweichung erreicht werden. Durch unterschiedliche Laufstile kann bekanntlich die Genauigkeit bei unkalibriertem Zustand leiden. Auch beim Sigma-System sollte man auf die Kalibrierung also auf keinen Fall verzichten. Eine entsprechende Anleitung ist als Video auf der Sigma Sport Homepage zu finden. Sehr vorbildlich!
 
Der RC1209 richtet sich eindeutig an Läufer, die keinen Laufcomputer mit unzähligen Funktionen haben wollen, sondern sich mit den wichtigsten Funktionen zufrieden geben. Die Möglichkeit Zwischenzeiten zu nehmen, sollte bei einem Laufcomputer allerdings gegeben sein. Ein großer Minuspunkt im Gesamtpaket.
 
Sehr gut hingegen die einfache Bedienung und simple Menüführung, die ein lästiges und langes Auseinandersetzen mit der Bedienungsanleitung überflüssig macht. Die aktuell absolvierten Trainingseinheiten können nach dem Training genau analysiert werden. Auch unterwegs kann man auf diese Analyse zurückgreifen und das Training  lässt sich immer wieder zu einem beliebigen Zeitpunkt fortsetzen. Möchte man eine neue Trainingseinheit starten, müssen die Werte aus dem vorhergehenden Training erst gelöscht werden.

sigma rc1209Sigma verwendet eine eigene Übertragungstechnologie die gegenüber den üblichen externen Störquellen, wie Hochspannungsleitungen und Bahnlinien, resistent ist. Beim Brustgurt wird auf einen Textilsender gesetzt, der vor demGebrauch befeuchtet werden muss, um eine einwandfreie Funktionalität zu gewährleisten. Die flache Bauweise ist überzeugend und Scheuerstellen sind ausgeschlossen. Wieder ein Pluspunkt auf der Haben-Seite.
 
Fazit:
Sigma Sport richtet sich mit dem RC1209 insbesondere an Laufeinsteiger oder Hobby- und Freizeitläufer , die sich mit einem einfachen Laufcomputer zufrieden geben, dabei aber nicht auf Funktionen wie Herzfrequenz, Distanz und Geschwindigkeitsmessung verzichten möchten. Die Möglichkeit Zwischenzeiten zu nehmen,  vermisst man als Läufer allerdings und dieses ist ein großes Manko. Hier hat man sich auf die Geschwindigkeits- und Entfernungsmessung konzentriert, doch auch bei allen Argumenten hinsichtlich des Preis-Leistungsverhältnis, die paar Euro machen den Kohl dann wohl auch nicht mehr fett. Ansonsten ist das Konzept des Sigma RC1209 überzeugend, auch hinsichtlich des erwähnten Preis-Leistungsverhältnisses.
 
TEST  
 
 



 

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