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01.08.2011 10:05:00

Im Härtetest: RCX5 von Polar

Einleitung:
Der Polar RCX5 soll den Ansprüchen von ambitionierten Triathleten gerecht werden und diese  während des Trainings und des Wettkampfs optimal unterstützen. Mit der RCX5 soll neben der bekannten Qualität und umfangreichen Funktionen für eine Trainingsanalyse insbesondere nun auch die Herzfrequenz-Messung im Wasser und anschließende störungsfreie Aufzeichnung der Herzfrequenz mittels der bereits bekannten und bewährten W.I.N.D – Technologie möglich sein. Im Gesamtpaket gibt es des weiteren einen überabeiteten Laufsensor und mit dem G5 einen neuen GPS-Sender. Kleiner, leichter, leistungsfähiger wird dem Triathleten versprochen. Eine umfangreiche Trainingsanalyse ist mit dem RCX5 auf der polareigenen personaltrainer website möglich und der Wechsel zwischen den triathlonspezifischen Sportarten Schwimmen, Rad fahren und Laufen soll mit einem Knopfdruck möglich sein. Ist der RCX5 wirklich der alles in den Schatten stellende Trainingscomputer für den Triathleten – vom Einsteiger bis zum Profi?

RCX5 von PolarDer Test:
Auf den ersten Blick wirkt die Polar RCX5 sehr schlank und fällt durch ihr flaches Erscheinen und dem großen Display  auf, sportliche Eleganz trifft auf Aerodynamik und vermittelt ein rasantes Aussehen. Für den Triathleten ist das Design ein nicht zu vernachlässigender Faktor und diesbezüglich ist die RCX5 schon einmal ein Brett. Zugegeben: Design ist immer auch Geschmackssache, aber der Style fällt auf jeden Fall auf! Widmen wir uns daher doch besser dem Innenleben. Grundeinstellungen und Menüführung sind sehr übersichtlich und einfach  gestaltet. Für Polarfans ist die Gebrauchsanweisung ohnehin überflüssig, aber jeder Ein- oder Umsteiger ist mit Menüführung und dem in Gang setzen der RCX5 nicht überfordert! Das übersichtliche Display ist ein weiterer Pluspunkt, das auch unter extremen, sportlichen Bedingungen eine gute Figur macht. Die gut ablesbaren Zahlen und großen Tasten lassen sich also auch während des Trainings leicht bedienen. Am Handgelenkt überzeugt Polar mit anschmiegsamen Material und besonders gefallen haben die vielen Verstellmöglichkeiten des Armbands. Es bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die richtige Passform für das Handgelenk zu finden. Der Tragekomfort des Materials ist ebenfalls Geschmackssache und wurde während unseres Tests unterschiedlich bewertet. Während des Trainings setzt sich der RCX5 glänzend in Szene. Der Pulsgurt, die Sensoren am Rad und der neue G5 GPS – Sensor werden unmittelbar von der Uhr erkannt. Erstaunlich schnell bekommt der GPS– Sender Satellitenempfang, so dass dem schnellen Start des Trainings nichts im Wege steht. Übrigens ist auch der verbesserte Laufsensor schnellstens einsatzbereit. Durch die neue Halterung in Form einer „Rahmenkonstruktion“ sitzt der Laufsensor wesentlich stabiler in seiner Halterung und geht nicht so schnell verloren. Gut gelöst also für diejenigen, denen der s3 abhanden gekommen ist und die unangenehm viel Geld für einen neuen Laufsensor bei Verlust investieren mussten. Der G5 kann mit einem Armgurt am Oberarm gehalten werden, aber das GPS-Signal funktioniert genauso, wenn man beim Rad fahren oder Laufen den Sender in der Trikottasche oder in seiner Laufhose transportiert. Die Übertragung der Daten ist kein Problem und die Dauerleistung des G5 ist gegenüber den Vorgängermodellen erheblich verbessert worden. Praktisch auch die Möglichkeit, den G5 per USB aufzuladen. Der Wechsel vom Schwimmen mit „normaler“ Übertragung der Herzfrequenz zur W.I.N.D Übertragung beim Rad fahren funktioniert übrigens ausgezeichnet. Man muss nur daran denken, die entsprechende Sportart im Display zu wählen. Das mag ein paar Sekunden in der Wechselzone kosten, aber darauf kommt es schließlich auch nicht an. Schließlich holt man mit der richtigen Renneinteilung vermeintlich verlorene Sekunden im Laufe eines Langstreckenrennens problemlos wieder auf. Bei einem Sprint mögen wertvolle Sekunden verstreichen, aber auch nur, wenn es um den Sieg geht! Sehr praktisch also die Möglichkeit, die jeweilige Disziplin mit einem Knopfdruck beim RCX5 zu starten. Während des Trainings oder des Wettkampfs ist der Sportler durch perfekt ablesbare Trainingsparameter auf dem Display der Uhr optimal betreut und kann sich voll auf seine Leistung konzentrieren. Die Übertragung der Daten mittels DataLink über die WebSync Software auf das jeweilige persönliche polarpersonaltrainer.com - Konto ist ebenfalls sehr simpel und einfach zu vollziehen. Die Visualisierung  und weitere Verwendung der Trainingsdaten in der Software ist überragend konzipiert. Und genau darin liegt die Stärke von Polar: Herzfrequenzmessung, entsprechende Funktionen zur Trainingssteuerung und Hinweise zum Trainings- oder Erholungszustand, da steht auch der RCX5 in der guten Polar-Tradition in nichts nach.
 
Fazit:
Der neue RCX5 zeichnet sich durch hervorragende Bedieneigenschaften und problemlose Übertragungen sowie den gewohnten Herzfrequenz-Features aus, sie lassen diese Uhr einen treuen Partner in harten Trainingseinheiten werden. Sämtliche Funktionen überzeugen und machen dem Triathleten wirklich Spaß. Großes Manko ist der fehlende Höhenmesser, für viele Triathleten insbesondere bei Radeinheiten ein wichtiges Tool, um das Training und die Belastung in Relation setzen zu können und entsprechende Schlüsse für die weitere Planung zu ziehen. Dieses Manko dürfte zu Lasten des aerodynamischen Designs gehen, die Uhr wirkt sehr flach, aber diesbezüglich ist keine Ausrede gestattet.  Überzeugt haben die neue Befestigung des Laufsensors und insbesondere der wesentlich verbesserte, neue GPS-Sender G5. Absolut positiv ist die Möglichkeit, die Herzfrequenz auch beim Schwimmen aufzeichnen zu können, ohne auf die W.I.N.D – Übertragung beim Rad fahren oder Laufen verzichten zu müssen. Für Triathleten, die auf herzfrequenzorientiertes Training Wert legen und auch beim Rennen nicht auf entsprechende Funktionen verzichten möchten, denen eine lückenlose Aufzeichnung wichtig ist und die sich mit einer übersichtlichen und gut zu bedienenden Sportuhr ausrüsten wollen, sind mit Polar´s RCX5 gut aufgehoben. Wie schon so oft präsentieren die Finnen einen treuen Begleiter am Handgelenk, der - was die Themen „Herzfrequenmessung“ und „Trainingsfunktionen“ angeht - wieder einmal voll auf der Höhe ist.
TEST

 

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