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22.01.2012 19:05:00

Im Härtetest: Black Ice Jacket von Montane

Black Ice Jacket
Einleitung:
Daunenart, Gewicht, Füllmenge, Kammerneinteilung, Oberfläche und weitere Einzelheiten sind ausschlaggebend für die Qualität und insbesondere die Wärmeleistung einer Daunenjacke. Montane ist ein britischer Hersteller von Outdoor-Textilien und Equipment, der sich neben besonders strapazierfähigen Produkten auch durch die Leichtigkeit und bis en Detail durchdachte Lösungen mittlerweile auch in Deutschland einen Namen macht. Die Black Ice Jacket sticht auf den ersten Blick durch einen tollen Preis hervor. Für unseren Härtetest sind wir mit der Jacke kurz nach dem Schneechaos in die Berge gereist und haben bei Eiseskälte die Jacke einen echten Härtetest unterzogen.
Black Ice Jacket
Der Test:
Temperaturen von minus 20 Grad muss man erst einmal überstehen. Oder besser gesagt: Man muss schon sehr viel Vertrauen in seine Bekleidung investieren, um sich bei eisigen Minusgraden überhaupt vor die Tür zu trauen. Wenn selbst Autos ihren Geist aufgeben, ist die Schmerzgrenze für Mensch und Material in unseren Gefilden wohl erreicht. Doch lassen wir uns nicht davon abhalten, die Back Ice Jacket beim Ski fahren und Powdern sowie bei anspruchsvollen Touren durch den Schnee dauerhaften Kälte- und Härtest auszusetzen. Doch bevor die Jacke dem Kältecheck unterzogen wird, ein Blick auf Passform und Materialzusammensetzung. Das Innenleben der Jacke besteht laut Angaben des Herstellers aus 250g (L) of 93/7 ukrainische Gänsedaune mit 800er Fill Power warm. Das hört sich doch schon einmal vielversprechend an, zudem Gänsedaunen eine höhere Wärmeleistung liefern als Entendaunen. Warum diese unbedingt aus der Ukraine stammen, woher andere Hersteller und unter welchen Bedingungen die Daunen beziehen, lassen wir an dieser Stelle außer Acht. Die Passform der Jacke ist schon einmal sehr gut und auch die Größenangaben entsprechen der allgemeinen Sichtweise und sind somit äußerst verlässlich. Ein wichtiges Argument für Online-Jäger. Die Optik der Jacke lässt vielleicht nicht unbedingt Frauenherzen unbegrenzt höher schlagen, man muss sich aber auch in den Wintersportorten oder auf der Piste nicht verstecken. Sehr durchdacht sind die verstellbaren Bündchen und mit Klettverschluss eng verschließbaren Ärmel, die wie der Kordelzug an der Taille ein äußerliches Eindringen der Kälte oder von Schnee verhindern. Die Klettverschlüsse außen können auch mit Handschuhen bedient werden. Die Box-Kammernkonstruktion an Armen, Rumpf und Kapuze ist im klassischen Style gehalten. Die Kapuze kann eingerollt werden, ist bei Benutzung aber äußerst stabil und lässt sich super der Kopfform anpassen, ohne die Sicht zu behindern oder vom Kopf zu rutschen. Praktisch auch, dass unter der Kapuze selbst für Dickköpfe noch Platz ist.

Die Innenaufteilung der Black Ice Jacket ist mit einer großen Innentasche, in der sogar eine Flasche Platz findet und mit einer kleineren Netz-Innentasche für Wertgegenstände großzügig gelungen. Außen befinden sich dann noch einmal zwei Seitentaschen sowie eine Brusttasche. Dann betreten wir einmal bei Sonnenschein und mittlerweile 30 Grad unter Null die schneebedeckte Landschaft, ziehen den Kordelzug an der Taille noch einmal fest und schließen den robust wirkenden 2-Wege-Reißverschluss. Cool ist, dass die Kälte draußen bleibt. Der erste Eindruck findet auch während der sportlichen Aktivitäten und langen Aufenthalten an der klaren und eiskalten frischen Luft Bestätigung. Wie wir später feststellen, hält die Daunenjacke auch leichten Regen ab. Dafür sorgt der Außenstoff, der mit einer Wassersäule von 800mm laut Hersteller versehen ist, tatsächlich. Aber zurück zum Berg. Die Jacke macht alle sportlichen Aktivitäten mit und die befürchteten Frostbeulen haben keine Chance, sich anzusetzen. Wir trauen uns sogar, lediglich mit T-Shirt versteckt unter der Jacke an die frische Luft. Die Black Ice Jacket hält bombenwarm. Dass am Ende unseres Tests eine einsame Daune den Ärmel verlässt, wollen wir nicht überbewerten. Schließlich halten wir ein Testmodell in den Händen, das möglicherweise schon einiges hinter sich hat. Denn eigentlich hinterlässt die Jacke einen absolut strapazierfähigen Eindruck und hat bei unseren Schneeabenteuern alles mitgemacht – so ganz ohne sonstige Verschleißerscheinungen.
Black Ice Jacket
Fazit:
Die Black Ice Jacket von Montane ist auf dem Markt der vielen Daunenjacke eine gute Wahl. In der Tat eignet sich die Jacke für Einsätze bei harten - oder besser gesagt – bei eiskalten Bedingungen im Gebirge. Sie hält seinen Träger absolut warm und die Jacke erfreut seinen Besitzer mit vielen durchdachten Details. Trotzdem sie passgenau am Körper sitzt, lässt sie viel Bewegungsfreiheit, ohne der Kälte ein Schlupfloch zu bieten. Selbstverständlich lässt sie sich auch im mitgelieferten Packbeutel auf ein minimales Maß verpacken. Der Bauschfaktor beim Wiederauspacken ist hoch. Das Preis-Leitungs-Verhältnis ist bei so viel Jacke absolut reizvoll. Wie bei jedem tierischen Produkt, bleibt auch hier ein wenig Nachdenklichkeit: Bei Daunenjacken steht auch immer ein Fragezeichen hinter der Art der Daunengewinnung.
 
TEST
Note:2,0
 
 
Black Ice Jacket
Black Ice Jacket
Black Ice Jacket
 
 

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