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05.09.2011 15:26:00

5 Fragen an Stefan Rosenkranz, Geschäftsführer bei SALEWA

1.) Was verkörpert für Sie der SALEWA-Adler als Symbol für die Marke SALEWA?

Der Adler besitzt eine Leichtigkeit, er bewegt sich schwerelos und sehr elegant. Noch dazu ist er in den Bergen Zuhause.


2.) Im Rahmen der vergangenen OutDoor wurde viel über soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein der Marken und Hersteller diskutiert. Wie beurteilen Sie persönlich die Entwicklung der Outdoor - Industrie in Sachen „Nachhaltigkeit“ und wie positioniert sich die Marke SALEWA?

Natürlich sollte die OutDoor-Industrie im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle übernehmen. Unser direktes Umfeld ist die Natur und alle Ressourcen, die sie bereit stellt, sollten bestmöglich geschont werden. Allerdings ist es bei dem Thema Nachhaltigkeit, wie bei vielen Themen, die zunächst Trendcharakter haben: Greenwashing möglichst schnell und ohne wahren Kern sieht man leider viel zu oft. Nicht zuletzt auf Druck der Öffentlichkeit und der Medien, die in den meisten Fällen sofort Resultate sehen wollen. Bei SALEWA ist das Projekt social, responsible & sustainable Teil der Unternehmenskultur. Die Familie Oberrauch übernimmt schon seit Generationen soziale Verantwortung und engagiert sich weltweit in sozialen Projekten. Dies tut sie eher lautlos, ohne darüber zu sprechen. Um die Engagements und unsere Entwicklung im Punkto Nachhaltigkeit zusammenzufassen, haben wir im Rahmen der OutDoor 2011 den ersten SALEWA Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Transparenz wird immer wichtiger – auch im Hinblick auf die Markenentwicklung.


3.) In Bozen entsteht ein neues Headquarter mit der größten Kletterhalle in Italien. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in München, wie kam es überhaupt zum Hauptsitz in Bozen und warum eine Kletterhalle mit diesen Ausmaßen, wenn die Berge doch so nahe sind?

Das HQs ist mittlerweile fertiggestellt. Wir werden Anfang Oktober die große offizielle Eröffnung feiern. Im Jahr 1990 übernahm Heiner Oberrauch SALEWA und gliederte die Marke in die Oberalp Group ein. Das managementgeführte Familien-unternehmen ist nach nun 21 Jahren in Südtirol ein starker Arbeitgeber und fester Bestandteil der südtiroler Wirtschaft. Die Kletterhalle verkörpert genau das, wofür die Marke seit Beginn an steht: Klettern und Bergsport. Das besondere an der Halle ist, dass diese bis zu zehn Monate im Jahr geöffnet ist. Klettern mit Blick auf die Berge, bei frischer Luft und direkter Nähe zur Natur. Die Resonanz ist großartig.


4.) SALEWA on tour, die Marke ist oft unterwegs und mit verschiedenen Aktionen auch im Fachhandel präsent. Was ist das Besondere an Ihrer Strategie, den Endverbraucher und Kunden von SALEWA-Produkten im Handel oder zu Hause zu überzeugen und mit welchen konkreten Maßnahmen stärkt SALEWA seine Fachhandelspartner?

Wir nutzen selbstverständlich sehr stark die internationalen Messen wie die ispo und OutDoor. Die Messen bieten eine optimale Möglichkeit, dem Sportfachhandel die neue Kollektion und die Marketing-Konzepte in 3D zu präsentieren. Darüber hinaus gestalten wir gemeinsam mit den Händlern individuelle Events und Bergsport-Aktionen für den Endverbraucher. Unsere Strategie – an den Bedürfnissen der Endverbraucher ausgerichtet – und die daraus resultierenden Maßnahmen stärken den Fachhandel beim Verkauf der SALEWA Produkte.  Ein herausragendes Beispiel ist der SALEWA Klettersteig in Bad Hindelang. Der Klettersteig, betreut von Patrick Jost vom Hindelanger Bergführerbüro, bietet zahlreiche Möglichkeiten, Natur und Sport auf einfache Weise kennenzulernen. Das hilft z.B. auch dem Verkaufspersonal im Fachhandel bei dem Verkauf von Produkten.


5.) Wie oft treffen Sie auf die Athleten des SALEWA alpineXtream-Teams und wie oft sind Sie selbst in den Bergen, beim Klettern oder im Schnee unterwegs?

Die Athleten des alpineXtrem Teams sind bei jeder Veranstaltung der Firma dabei. Hin und wieder sind wir auch bei privaten Geburtstagen eingeladen. Uns ist die Nähe zu den Menschen, die für die Marke stehen sehr wichtig. Das wirkt sich auch auf die Entwicklung der Marke aus. Selbstverständlich sind die Athleten eng mit den Kollegen der Produktentwicklung verknüpft – je nach Ausrichtung geben sie sehr wichtige Inputs für die Weiterentwicklung unseres Portfolios. Ich persönlich bin mehr Bergsteiger als direkt am Fels beim Klettern. Mein Herz gehört dem Skifahren. Auf den ersten Schnee und die erste Abfahrt der Saison freue ich mich bereits heute.


Biografie Stefan Rosenkranz

Salewa-Stefan RosenkranzWährend und nach seinem Studium vertiefte Stefan Rosenkranz – unter anderem bei IBM - seine Kenntnisse im internationalen betriebswirtschaftlichen Umfeld, ehe er 1992 bei der Marker Deutschland GmbH im Bereich Skibindungen seine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte: Von 1992 bis 1995 war er zunächst im Marketing tätig und machte dann seinen nächsten Karriereschritt zum International Sales und Marketing Manager. Diese Position hatte er vier Jahre inne. Ab 2000 trug er erst als Leiter des Business Units Alpin und vier Jahre später als General Manager Alpin zum Unternehmenserfolg der Fischer GmbH bei. Dabei war er auch für die Einführung von Skischuhen in die Produktpalette von Fischer verantwortlich. Seit 2007  verantwortet er zum einen die Geschäftsleitung von SALEWA Deutschland, und ist gleichzeitig als Brand Manager für den internationalen Auftritt des Bereiches Equipment zuständig. In seiner Freizeit ist der ambitionierte Bergsportler auf dem Fahrrad oder auf Ski unterwegs.

www.salewa.de

 

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